An Bosniens Grenzen stauen sich die Autos kilometerlang – und auf den Straßen des Landes spitzt sich die Lage weiter zu.
Der bosnisch-herzegowinische Auto-Moto-Verband BIHAMK warnt aktuell vor erheblichen Wartezeiten an mehreren Grenzübergängen – betroffen sind vor allem Izacic, Velika Kladusa, Osoje und Prisika, jeweils bei der Ausreise aus Bosnien und Herzegowina. Besonders angespannt ist die Lage am Übergang Osoje, wo sich die Fahrzeugschlange auf rund zwei Kilometer erstreckt. Reisende müssen dort mit mehrstündigen Wartezeiten rechnen.
Der Verband empfiehlt, ausreichend Proviant und Getränke mitzunehmen sowie für entsprechenden Sonnenschutz zu sorgen. An den Übergängen Gradiska und Doljani verlief der Morgen auf bosnischer Seite noch ohne nennenswerte Verzögerungen – allerdings stauen sich die Fahrzeuge im Zwischenbereich bereits bei der kroatischen Einreise. An den übrigen Grenzübergängen dürften die Wartezeiten für Pkw derzeit die Dreißig-Minuten-Marke nicht überschreiten.
Steigende Verkehrsgefahr
Für den weiteren Tagesverlauf rechnet der BIHAMK mit einem deutlich steigenden Verkehrsaufkommen auf den Straßen des Landes. Besonders auf den Zufahrten zu größeren Städten sowie auf der Strecke Bradina–Mostar sei in den Abendstunden mit erhöhtem Verkehr zu rechnen.
Der Verband appelliert eindringlich an alle Autofahrerinnen und Autofahrer, den Sicherheitsabstand konsequent einzuhalten und auf riskante Überholmanöver zu verzichten. Auch das Anlegen des Sicherheitsgurts wird ausdrücklich eingemahnt. Zudem weist der BIHAMK darauf hin, dass derzeit deutlich mehr Rad- und Motorradfahrer unterwegs sind – alle Verkehrsteilnehmer seien daher zur besonderen Aufmerksamkeit aufgerufen.
Dass diese Appelle keine bloße Routine sind, zeigt ein Blick auf die jüngsten Ereignisse: In den vergangenen Tagen kam es zu einer Reihe schwerer Verkehrsunfälle, allein am gestrigen Tag forderten mehrere Unfälle Todesopfer.
Allein am gestrigen Tag forderten mehrere Unfälle Todesopfer.