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Bevölkerungswandel

Kinderschwund trotz Milliarden: 431.000 weniger Austro-Kinder

Kinderschwund trotz Milliarden: 431.000 weniger Austro-Kinder
Claudia Plakolm. FOTO: BKA/Florian Schrötter
2 Min. Lesezeit |

Österreich investiert Milliarden in Familien, doch die Kinderzahl sinkt dramatisch. Besonders auffällig: Während einheimische Kinder weniger werden, vervierfacht sich die Zahl ausländischer Kinder.

Die demografische Landschaft der jungen Bevölkerung Österreichs hat einen markanten Wandel erfahren. Diese Veränderung macht sich deutlich im schulischen Umfeld sowie im täglichen Leben bemerkbar, wie Studienleiter Wolfgang Mazal bei der Präsentation der aktuellen Daten gemeinsam mit Familienministerin Claudia Plakolm (ÖVP) erläuterte. In finanzieller Hinsicht erweist sich Österreich als ausgesprochen familienfreundlich. Die staatlichen Zuwendungen für Kinder und Jugendliche belaufen sich 2023 auf insgesamt 12,5 Milliarden Euro – eine Summe, die nahezu das Fünffache des Betrags von 1980 darstellt.

Den größten Posten bildet dabei die Familienbeihilfe mit 3,9 Milliarden Euro, gefolgt von Ausgaben für die Elementarpädagogik (frühkindliche Bildung und Betreuung) in Höhe von 3,3 Milliarden. Familienministerin Claudia Plakolm (ÖVP) unterstreicht: „Österreich bietet Kindern soziale Sicherheit und eine Perspektive.“ Doch trotz dieser positiven finanziellen Bilanz zeichnen sich beunruhigende Entwicklungen ab.

Demografischer Wandel

Während 1985 noch 1.750.688 Menschen unter 18 Jahren in Österreich lebten, ist diese Zahl mittlerweile um 173.000 gesunken. Besonders drastisch zeigt sich der Rückgang bei Kindern mit österreichischer Staatsbürgerschaft – hier verzeichnet die Statistik ein Minus von 431.000. Im Gegenzug hat sich die Anzahl der Kinder ohne österreichischen Pass vervierfacht: von etwa 81.000 im Jahr 1985 auf nunmehr rund 340.000.

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Kinderbetreuung wächst

Der Bereich der Kinderbetreuung verzeichnet einen deutlichen Aufschwung: 94 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren besuchen entsprechende Einrichtungen. Bei den Unter-Dreijährigen stieg die Betreuungsquote von lediglich 4,6 Prozent im Jahr 1995 auf immerhin 32,8 Prozent im Jahr 2023. Während der Staat verstärkt in die Förderung der Kleinsten investiert, schrumpft gleichzeitig der Anteil junger Menschen – aktuell leben nur noch 1,58 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Österreich.

Die Neugeborenen stellen mit 79.164 die kleinste Altersgruppe dar, während die Sechsjährigen mit 92.005 die zahlenmäßig stärkste Gruppe bilden.

Die Zusammensetzung der jungen Bevölkerung in Österreich hat sich somit grundlegend gewandelt.

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KO KOSMO-Redaktion
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