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UNESCO

Löschung von Kloster Visoki Decani auf „Google“-Maps

Das serbisch-orthodoxe Kloster Visoki Decani im Kosovo. wikimedia/Julian Nyča
Das serbisch-orthodoxe Kloster Visoki Decani im Kosovo. wikimedia/Julian Nyča

Die UNESCO führt das serbisch-orthodoxe Kloster mittlerweile auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.

Schon das zweite mal in diesem Jahr war das Kloster Visoki Decani (Kosovo) auf Google Maps nicht auffindbar. Einige Stunden war das Label des serbisch-orthodoxen Konventes auf der digitalen Weltkarte nicht zu sehen. Nun ist die Google Markierung wieder aufgetaucht.

Auf Twitter beschreibt Petar Petković, Direktor des Büros für Kosovo und Metohija, die wiederholte Löschung des Kloster-Labels als „Provokation“.

Serbisches UNESCO-Denkmal im Kosovo

Das Kloster Visoki Decani zählt seit 2004 zum Weltkulturerbe der Republik Serbien, allerdings auf dem Gebiet des Kosovo. Die UNESCO führt die serbisch-orthodoxe Kirche mittlerweile auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes. Darin sind Kultur- und Naturdenkmälern aufgelistet, die von spezifischen Gefahren wie etwa Beschädigungen oder mutwilligen Zerstörung betroffen sind. Denn 2008 soll das Kloster rund ein dutzendmal von albanischen Extremisten überfallen worden sein.

Als der Kosovo seine Unabhängigkeit erreichte, enteignete man das Kloster und deren Bewohner von 24 Hektar Land, das zur Selbstversorgung diente. Laut einer damaligen UN-Mission steht der Vorwurf im Raum, die Stadtbehörde habe im Grundbuch Fälschungen vorgenommen. Somit hat die UN das Grundstück dem Kloster zugesprochen. Allerdings klammern die Politiker in Decani diese Tatsache bis heute geistig aus.