Ein Erdrutsch hat am Morgen einen massiven Krater auf der Fernstraße E6 nördlich von Trondheim, Norwegen, sowie auf der daneben verlaufenden Bahnlinie verursacht. Aufnahmen dokumentieren, wie Teile des Erdreichs in den angrenzenden Nesvatnet-See abgerutscht sind.
Laut Informationen der Nachrichtenagentur NTB mussten zwei Häuser evakuiert werden, und mindestens ein Fahrzeug wurde ins Wasser gespült.
Betroffene Personen
Eine Person wird nach wie vor vermisst, während umfangreiche Suchmaßnahmen mit Helikoptern, Booten, Rettungshunden und Tauchern fortgesetzt werden. Eine weitere Person, die während der Fahrt vom Erdrutsch erfasst wurde, konnte sich selbständig aus ihrem Wagen befreien und wurde anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert.
Verkehrssituation
Die Fernstraße E6 bleibt für mehrere Tage gesperrt, auch die parallel verlaufende Nordlandbahn ist betroffen und wird umgeleitet. Der Erdrutsch hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region.
Mögliche Ursachen
Fachleute prüfen derzeit, ob Bauarbeiten der norwegischen Bahngesellschaft Bane NOR den Erdrutsch ausgelöst haben könnten. In dem betroffenen Gebiet kommt sogenannter Quickton vor – ein stark wasserhaltiger, abrutschgefährdeter Ton. Ein Sprecher erklärte gegenüber dem Norwegischen Rundfunk (NRK), dass die genauen Umstände, die zu dem Erdrutsch führten, derzeit noch untersucht werden.