Zwei Österreicher stehen im Visier kroatischer Ermittler. Der Vorwurf: Ein ausgeklügeltes System von Überweisungen ohne Rechtsgrundlage kostete ein Unternehmen 142.000 Euro.
Die Staatsanwaltschaft Slavonski Brod (Kroatien) hat Ermittlungen gegen zwei Österreicher aufgenommen, denen Vertrauensmissbrauch im Geschäftsverkehr vorgeworfen wird. Das Duo soll ein Handelsunternehmen in der Region Brod-Posavina um 142.000 Euro geschädigt haben, wie aus einer Mitteilung der Anklagebehörde hervorgeht.
Den Ermittlungen zufolge hat ein 47-jähriger Österreicher in seiner Position als Verantwortlicher des geschädigten Unternehmens während der Jahre 2022 und 2023 bewusst gegen die Vermögensinteressen seiner eigenen Firma gehandelt. Mit der mutmaßlichen Absicht, dem Unternehmen seines Landsmanns finanzielle Vorteile zu verschaffen, veranlasste er in drei separaten Fällen Überweisungen in Höhe von insgesamt 142.000 Euro vom Firmenkonto.
Verdächtige Transaktionen
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass diese Transaktionen in Absprache mit und auf Initiative eines 58-jährigen Österreichers erfolgten, der als Direktor eines anderen Unternehmens tätig ist. Die Gelder wurden auf das Konto der Firma des älteren Beschuldigten transferiert, obwohl – so der Verdacht der Ermittler – beiden Männern bewusst war, dass für diese Zahlungen keinerlei rechtmäßige Grundlage existierte.
⇢ Bosnien & Herzegowina: Das schmutzige Geschäft mit der grünen Energie
Dem 47-Jährigen wird daher Vertrauensmissbrauch im Geschäftsverkehr zur Last gelegt, während sein 58-jähriger Landsmann wegen Anstiftung zu dieser Straftat belangt werden soll.