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Grenzschutz

Krokodile als Grenzwächter – Regierung prüft Tier-Barriere gegen Flüchtlinge

Krokodile als Grenzwächter – Regierung prüft Tier-Barriere gegen Flüchtlinge
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Schlangen und Krokodile als Grenzwächter – Indien prüft eine Methode, die so ungewöhnlich ist wie die Grenze selbst.

Mit einer ebenso ungewöhnlichen wie umstrittenen Idee will Indien den Schutz seiner mehr als 4.000 Kilometer langen Grenze zu Bangladesch verstärken. Das Grenzgebiet ist topografisch äußerst anspruchsvoll – geprägt von Flüssen, Sümpfen und ausgedehnten Mangrovenwäldern. Die seit 2014 regierende hindu-nationalistische Regierung unter Premierminister Narendra Modi hat die Eindämmung illegaler Einwanderung, insbesondere aus Bangladesch, zu einem zentralen innenpolitischen Anliegen erklärt.

Reptilien als Grenzschutz

Wie der Grenzschutz-Offizier Manoj Barwal am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte, sei seine Behörde beauftragt worden, den möglichen Einsatz von Reptilien – konkret Schlangen und Krokodile – an unbewachten Grenzabschnitten entlang von Flüssen zu prüfen. Barwal bezeichnete den Vorschlag als „innovative Idee“, räumte jedoch zugleich ein, dass dieser „zahlreiche Herausforderungen“ mit sich bringe, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit.

Erhebliche Hürden

Tatsächlich stehen dem Plan erhebliche praktische und rechtliche Hürden entgegen. Krokodile und viele Großreptilien stehen unter Artenschutz oder gelten als gefährdet und sind damit nicht ohne Weiteres verfügbar. Hinzu kommt, dass sich diese Tiere weder kontrollieren noch gezielt steuern lassen – sie bewegen sich frei und sind von Natur aus unberechenbar.

Besonders problematisch: Die Tiere wären nicht in der Lage, zwischen Migranten und der ansässigen Bevölkerung zu unterscheiden. Da die Grenze vielfach durch dicht besiedelte Fluss- und Sumpfgebiete verläuft, in denen Menschen täglich leben, arbeiten und fischen, würde der Einsatz zusätzlicher Raubtiere auch für die lokale Bevölkerung ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

„Wir haben unsere Einheiten vor Ort gebeten, den Plan auf Machbarkeit zu untersuchen und uns so schnell wie möglich Bericht zu erstatten“, so Barwal weiter.