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Krypto-Millionär entführte Touristen und folterte ihn wochenlang

Krypto-Millionär entführte Touristen und folterte ihn wochenlang
FOTO: iStock/innovatedcaptures
2 Min. Lesezeit |

Ein 37-jähriger Krypto-Investor aus den USA muss sich seit Samstag vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, einen 28-jährigen Touristen aus Italien entführt und über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen in einem New Yorker Stadthaus brutal misshandelt zu haben. Der Täter wollte laut Staatsanwaltschaft durch die Folter das Passwort zur Bitcoin-Wallet (digitale Geldbörse für Kryptowährungen) des Opfers erpressen.

Der Hauptverdächtige und eine mutmaßliche Mittäterin wurden am Freitag festgenommen, nachdem dem italienischen Staatsbürger die Flucht aus dem Anwesen im exklusiven Stadtviertel Nolita gelungen war. Der Betroffene konnte einen Verkehrspolizisten auf seine Notlage aufmerksam machen. Ein dritter Tatbeteiligter befindet sich derzeit noch auf freiem Fuß.

Wochenlange Folter

Die Ermittlungsakten zeigen, dass der Italiener Anfang Mai nach New York kam und den Investor freiwillig in dessen luxuriöses Stadthaus begleitete. Dort sollen der aus Kentucky stammende Mann und sein Komplize dem Opfer elektronische Geräte sowie den Reisepass weggenommen haben. Anschließend forderten sie die Herausgabe des Zugangscodes für seine Bitcoin-Wallet.

Als der 28-Jährige sich weigerte, wurde er gefesselt und wochenlang mit Schlägen, Elektroschocks und Todesdrohungen gequält. Wie die New York Times unter Berufung auf die Anklageschrift berichtet, hielten die Täter das Opfer unter anderem im fünften Stock über ein Geländer und drohten, seine Familie zu töten.

Belastende Beweise

Die Polizei nahm den Hauptverdächtigen unmittelbar nach der Flucht des Opfers am Freitag fest. Bei der Durchsuchung des Gebäudes entdeckten die Beamten eine Schusswaffe sowie Fotodokumentationen der Folterhandlungen. Nach US-Medienberichten wurden im Haus auch zwei Angestellte angetroffen.

Die laufenden Vernehmungen sollen in den kommenden Tagen weitere Erkenntnisse zur Planung der Entführung und zu den Hintergründen der Täter liefern. Während der Haupttäter und eine Komplizin bereits in Gewahrsam sind, dauert die Fahndung nach der dritten beteiligten Person weiterhin an.

Die im Haus sichergestellten Beweismittel, darunter die Waffe und die Folterbilder, belasten den Verdächtigen schwer.