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FLUCHTVERSUCH

Loch in Gefängnismauer gestemmt: Mit Leintüchern abgeseilt

Kosmo_Gefängnis_Ausbruch
(FOTO: iStock)

In der Nacht auf Samstag wollten drei Häftlinge der Justizanstalt Karlau in Graz offenbar flüchten. Die Tschetschenen schlüpften durch ein Loch in der Außenmauer und seilten sich an Leintüchern ab. Bodensensoren sollen dann Alarm geschlagen haben. Kurz danach konnten sie wieder festgenommen werden.

Zehn Minuten vom Bemerken bis zur Festnahme:
Die Flucht war laut Angaben der Polizei gegen 3.15 Uhr bemerkt worden. Die unmittelbar eingeleitete Fahndung mit zwölf Polizeistreifen hatte Erfolg. Die drei geflüchteten Gefängnisinsassen seien innerhalb von zehn Minuten und im Umkreis von wenigen hundert Metern von ihrem Fluchtort wieder festgenommen worden. Die drei Männer – 19, 21 und 26 Jahre alt – ließen sich widerstandslos festnehmen.

Polizeihund spürt einen Häftling auf:
Zwei Häftlinge waren laut Polizei gemeinsam auf der Flucht, einer war allein unterwegs. Durch mehrere Schichten Gewand soll ihnen auch das Klettern über den Stacheldraht gelungen sein. Das Duo wurde auf einem Firmengelände direkt gegenüber der Justizanstalt von Streifenbeamten erkannt. Die zwei Ausbrecher liefen zuerst weg, als sich die Polizisten näherten, konnten aber rasch festgenommen werden. Der dritte und letzte Flüchtige soll sich hinter einem Auto versteckt haben, bis ihn ein Polizeihund aufgespürt hat. Alle drei Ausbrecher leisteten keinen Widerstand und wurden wieder in die Justizanstalt Graz-Karlau gebracht.  Die Häftlinge tschetschenischer Herkunft wurden wegen Eigentumsdelikten festgenommen und hatten noch ein bis drei Jahre abzusitzen.

Ausbruch noch unklar:
Wie der Ausbruch tatsächlich gelingen konnte, stellte am Samstagnachmittag die Ermittler noch vor Rätsel. Die Justizanstalt Karlau gilt als Hochsicherheitsgefängnis und wird mit einer etwa einen Kilometer langen Umfassungsmauer mit Videoüberwachung und Stacheldraht von der Umgebung abgeschirmt.

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