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Revolution

Ludwig plant jetzt einen Wien-Bonus!

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FOTO: Stadt Wien/David Bohmann

Touristen könnten in Wien bald tiefer in die Tasche greifen müssen. Bürgermeister Ludwig denkt über Vergünstigungen für Einheimische nach – mit Rückendeckung aus Brüssel.

Die EU-Kommission zeigt sich überraschend offen für regionale Preismodelle bei touristischen Angeboten, obwohl diese potenziell gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen könnten. Bei einem Besuch in Innsbruck signalisierte Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas Verständnis für Einheimischen-Tarife in bestimmten Regionen, was auf einen möglichen Kurswechsel in Brüssel hindeutet.

Diese Entwicklung hat auch im Wiener Rathaus Überlegungen angestoßen. Bürgermeister Michael Ludwig erwägt laut einem Gespräch mit der Tageszeitung “Heute” eine Ausweitung des bereits existierenden “Wien-Bonus”. Voraussetzung sei allerdings, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen dies ermöglichen. Ludwig betonte dabei, dass für ihn die Unterstützung der Wienerinnen und Wiener im Vordergrund stehe.

Wiener Umsetzungspläne

Konkrete Pläne, wie solche Vergünstigungen für Einheimische in der Bundeshauptstadt aussehen könnten, gibt es bislang nicht. Da Wien kaum über Skipisten verfügt, werden sich die Überlegungen auf andere Bereiche konzentrieren. Naheliegend wären vergünstigte Eintritte für Wiener Bürger bei kulturellen Veranstaltungen, Sportevents oder Museumsbesuchen.

Finanzielle Aspekte

Offen bleibt, ob die Stadt den Preisunterschied durch Rabatte für die lokale Bevölkerung oder durch höhere Tarife für Touristen umsetzen würde. Angesichts der angespannten Finanzlage Wiens mit Schulden von rund 15 Milliarden Euro und Zinsbelastungen von 133,4 Millionen Euro allein für 2024 lässt sich erahnen, welche Variante wirtschaftlich attraktiver erscheinen dürfte.

Angesichts der angespannten Finanzlage Wiens mit Schulden von rund 15 Milliarden Euro lässt sich erahnen, welche Variante wirtschaftlich attraktiver erscheinen dürfte.