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Verteidigungskrise

Luftverteidigung in Gefahr: Pentagon dreht Kiew den Hahn zu

Luftverteidigung in Gefahr: Pentagon dreht Kiew den Hahn zu
(FOTO: EPA-EFE/HOLLIE ADAMS / POOL)
2 Min. Lesezeit |

Die Vereinigten Staaten haben die Lieferung wichtiger Waffensysteme an die Ukraine teilweise ausgesetzt. Wie Reuters berichtet, betrifft dies unter anderem die für die ukrainische Luftverteidigung entscheidenden „Patriot“-Flugabwehrraketen, die zur Abwehr russischer ballistischer Raketen eingesetzt werden. Als Grund werden reduzierte Vorräte im Pentagon genannt.

Die ukrainische Regierung reagierte umgehend und bestellte den amtierenden US-Gesandten in Kiew ein. Bei dem Treffen unterstrich die Ukraine die Notwendigkeit fortgesetzter militärischer Unterstützung aus Washington und warnte vor den Folgen einer Lieferunterbrechung. Ohne die amerikanischen Waffensysteme sei die Verteidigungsfähigkeit gegen die intensiven russischen Luftangriffe und Vorstöße an der Front erheblich geschwächt.

Die Entscheidung der USA erfolgt zu einem besonders kritischen Zeitpunkt, da Russland seine Drohnen- und Raketenangriffe zuletzt deutlich intensiviert hat. Militärexperten warnen, dass die Ukraine ohne kontinuierlichen Nachschub an moderner Luftabwehr erheblich verwundbarer gegenüber diesen Angriffen wird. Bei dem Gespräch mit dem US-Gesandten betonte die ukrainische Regierung zudem, dass Verzögerungen oder Aussetzungen bei den Waffenlieferungen Russland dazu ermutigen könnten, den Krieg fortzusetzen und keine Friedensverhandlungen zu suchen.

⇢ Pentagon zieht Notbremse: Trump blockiert Ukraine-Waffenlieferung

Selenskyj-Trump Telefonat

Für morgen ist laut Financial Times ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angesetzt. Gut informierte Quellen berichten, dass Selenskyj in diesem Gespräch voraussichtlich die Frage künftiger Waffenverkäufe ansprechen wird.

Der genaue Zeitpunkt des Telefonats könnte sich allerdings noch verschieben.

Die Ukraine fordert nicht nur eine rasche Wiederaufnahme der US-Lieferungen, sondern bemüht sich parallel um verstärkte Unterstützung durch andere westliche Verbündete, um die entstehenden Lücken in der Luftverteidigung zu schließen. Der bevorstehende Austausch zwischen Selenskyj und Trump wird von Beobachtern als entscheidend für die künftige militärische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern angesehen.

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KO KOSMO-Redaktion
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