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Territorialstreit

Malvinas-Botschaft im Stadion: Droht Argentinien jetzt FIFA-Ärger?

Malvinas-Botschaft im Stadion: Droht Argentinien jetzt FIFA-Ärger?
(FOTO: EPA / WILL OLIVER)
2 Min. Lesezeit |

Ein Transparent, ein Territorialstreit und ein WM-Halbfinale: Argentiniens Sieg gegen England hat eine neue Dimension bekommen.

Nach dem 2:1-Sieg im WM-Halbfinale gegen England könnte die Jubelfeier einiger argentinischer Spieler ein juristisches Nachspiel haben. Lisandro Martinez und Giovani Lo Celso präsentierten im Stadion ein Transparent mit der Aufschrift „Las Malvinas Son Argentinas“ – zu Deutsch: „Die Falklandinseln gehören zu Argentinien“. Das FIFA-Reglement verbietet ausdrücklich das Verbreiten politischer oder religiöser Botschaften im WM-Rahmen. Eine offizielle Reaktion des Weltverbandes stand zunächst aus.

„Und sie werden immer argentinisch sein“, erklärte Mittelfeldspieler Leandro Paredes, als er auf das Plakat angesprochen wurde. „Wir waren uns bewusst, was dieses Spiel für dieses Land bedeutete. Wir haben versucht, unser Land und all jene, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte miterlebt haben, zu repräsentieren, damit sie sich mit uns identifizieren und wir ein positives Bild vermitteln konnten“, sagte der Argentinier weiter.

Falkland-Konflikt

Das britische Überseegebiet, nur wenige hundert Kilometer von der Südspitze Südamerikas entfernt, ist seit Jahrzehnten Gegenstand eines ungelösten Territorialstreits. Am 2. April 1982 eskalierte der Konflikt militärisch: Argentinische Truppen besetzten die Inseln, die in Argentinien ausschließlich als Malvinas bekannt sind. In den 74 Tagen des Krieges verloren knapp 900 Soldaten ihr Leben – fast zwei Drittel von ihnen auf argentinischer Seite.

Politische Aufladung

Argentiniens Vizepräsidentin Victoria Villarruel hatte das Duell mit England im Vorfeld einmal mehr in einen historischen Rahmen gestellt und betont, dass es bei diesem Aufeinandertreffen stets um mehr gehe als Fußball.

Damit stellte sie sich in scharfen Widerspruch zu Nationaltrainer Lionel Scaloni, mehreren Spielern und auch Kriegsveteranen, die allesamt darum bemüht gewesen waren, die politische Aufladung des Spiels zu dämpfen.

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KO KOSMO-Redaktion
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