Jeder fünfte Einwohner Österreichs besitzt einen ausländischen Pass – in Wien sogar mehr als jeder Dritte. Die Bevölkerungsentwicklung zeigt ein klares Stadt-Land-Gefälle.
Zu Jännersbeginn 2026 leben rund 1,89 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich, wie aktuelle Daten der Statistik Austria zeigen. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung stieg leicht von 20,2 auf 20,5 Prozent. Regional betrachtet weist Wien mit 37,0 Prozent den höchsten Ausländeranteil auf, gefolgt von Salzburg (21,1 Prozent) und Vorarlberg (21,0 Prozent). Deutlich unter dem Durchschnitt liegen das Burgenland (11,7 Prozent), Niederösterreich (12,7 Prozent) und Kärnten (14,0 Prozent).
Die Gesamtbevölkerung Österreichs beläuft sich nun auf 9.219.113 Personen. Mit einem Plus von 21.900 Einwohnern fällt der Zuwachs allerdings spürbar geringer aus als in den Vorperioden – eine Entwicklung, die sich bereits seit mehreren Jahren abzeichnet. Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, betont: „Knapp zwei Drittel des gesamtösterreichischen Bevölkerungsanstiegs 2025 entfallen auf Wien. Hier gab es erneut das höchste Bevölkerungswachstum aller Bundesländer.“
Wiens Entwicklung
Die Bundeshauptstadt zählt mittlerweile 2.042.036 Einwohner, was einem Anstieg von 13.747 Personen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch Salzburg und Tirol verzeichnen nennenswerte Bevölkerungszuwächse. Das Burgenland hingegen ist das einzige Bundesland mit rückläufiger Einwohnerzahl – hier sank die Bevölkerung um 116 Personen.
Innerhalb Wiens zeigt sich ein differenziertes Bild: Während 15 Bezirke Bevölkerungszuwächse verzeichneten, schrumpften acht Bezirke. Die markantesten Anstiege wurden in Wien-Donaustadt (+3,2 Prozent), Wien-Leopoldstadt (+1,4 Prozent), Wien-Landstraße (+1,2 Prozent) und Wien-Floridsdorf (+1,1 Prozent) registriert. Dem gegenüber stehen die stärksten Rückgänge in Wien-Innere Stadt (-2,4 Prozent), in Wien-Ottakring (-1,1 Prozent), Wien-Margareten (-0,9 Prozent) und Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus (-0,6 Prozent).
Regionale Unterschiede
Auf Bezirksebene im gesamten Bundesgebiet wuchs die Bevölkerung in 49 Bezirken, während 45 Bezirke Einwohner verloren. Die höchsten prozentualen Zuwächse verzeichneten Wiener Neustadt und Eisenstadt mit jeweils 1,8 Prozent. Bevölkerungsrückgänge betrafen vorwiegend ländliche und inneralpine Gebiete.
Am deutlichsten schrumpften die obersteirischen Bezirke Murau (-0,9 Prozent) und Bruck-Mürzzuschlag (-0,8 Prozent) sowie die Statutarstadt Rust im Burgenland und der niederösterreichische Bezirk Gmünd mit jeweils -0,7 Prozent.