Serbien lockt junge Menschen aufs Land: Mit erhöhten Fördersummen für Landhäuser und renovierten Dorfgemeinschaftshäusern soll neues Leben in verlassene Regionen zurückkehren.
Die serbische Regierung hat zwei neue Verordnungen zur Förderung des ländlichen Raums beschlossen. Die Programme sehen finanzielle Unterstützung für den Erwerb von Landhäusern sowie die Renovierung von Dorfgemeinschaftshäusern vor.
„Wir bleiben unserer Mission treu – die Wiederbelebung der serbischen Dörfer geht mit voller Kraft weiter“, erklärt Milan Krkobabic, Minister für Dorfangelegenheiten. „Besonders für junge Menschen gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Die Fördersumme für den Kauf eines Landhauses mit Grundstück steigt auf eineinhalb Millionen Dinar. Parallel dazu setzen wir die Sanierung der Dorfkulturhäuser fort, die wieder zu lebendigen Treffpunkten für alle Generationen werden sollen. Unsere Dörfer brauchen Leben, Inhalte und Perspektiven.“
Landhäuser für Junge
Das Förderprogramm für Landhäuser richtet sich wie bisher an Einzelpersonen und Paare bis 45 Jahre, die aufs Land ziehen möchten und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Teilnahmeberechtigt sind serbische Staatsbürger ohne Immobilienbesitz, die sich ihr Wunschobjekt selbst aussuchen können. Die Erhöhung der Fördersumme auf 1,5 Millionen Dinar dürfte besonders für junge Menschen ohne Eigenheim attraktiv sein.
Das seit fünf Jahren laufende Programm kann bereits beachtliche Erfolge vorweisen: 4.000 Landhäuser wurden bisher vergeben, in denen mittlerweile über 17.100 Menschen leben – darunter zahlreiche Kinder, die neues Leben in viele Dörfer gebracht haben.
⇢ 171 Millionen für Westbalkan – Serbien geht bei EU-Geldregen leer aus
Kulturelle Zentren
Für das Landhaus-Programm stellt die Regierung aktuell 350 Millionen Dinar bereit, während für die Erneuerung der Dorfkulturhäuser 50 Millionen Dinar vorgesehen sind. Die öffentlichen Ausschreibungen für beide Förderschienen werden in Kürze veröffentlicht.
Bei der Kulturhaus-Initiative können sich Gemeinden um Mittel für Renovierung und Ausstattung dieser zentralen Einrichtungen bewerben. Bisher wurden landesweit 42 Dorfkulturhäuser modernisiert, die nun mit neuen Veranstaltungssälen, renovierten Fassaden und zeitgemäßer Ausstattung als kulturelle und gesellschaftliche Zentren dienen und den Anforderungen des modernen Landlebens entsprechen.
Die Initiative zur Revitalisierung der ländlichen Regionen wird fortgesetzt. In naher Zukunft sind weitere Investitionen und verbesserte Angebote in Dörfern im ganzen Land geplant, die die Lebensqualität steigern und Menschen zum Verbleib in ländlichen Gebieten motivieren sollen.
Menschen zum Verbleib in ländlichen Gebieten motivieren sollen.