Start News Chronik Mutter des Kitzbühel-Mörders: “Es sind nicht fünf Menschen gestorben, sondern sechs”
FÜNFFACHMORD

Mutter des Kitzbühel-Mörders: “Es sind nicht fünf Menschen gestorben, sondern sechs”

(FOTOS: iStockphoto, zVg.)

Nach der grausamen Bluttat vergangenen Sonntag herrscht große Trauer in der Tiroler Kleinstadt. Nun äußerte sich auch die Mutter des mutmaßlichen Fünffachmörders.

Am frühen Sonntagmorgen erschoss der 25-jährige Andreas E. seine Ex-Freundin Nadine H., ihren neuen Freund, ihre Eltern und ihren Bruder. (KOSMO berichtete) Danach ging Andreas E. zur Polizei, legte eine Pistole und ein Messer auf den Tisch und sagte: „Ich habe gerade fünf Menschen getötet.“

„Überraschend und schnell passiert“
Wie der Leiter des Landeskriminalamtes, Walter Pupp gegenüber der APA erklärte, dürfte die Tat schnell und überraschend passiert sein. Auch wenn die Ermittlungen am Tatort noch nicht zur Gänze abgeschlossen sind, so habe man kaum Spuren einer Auseinandersetzung gefunden. Daher lasse sich darauf schließen, dass es keinen großen Widerstand der Opfer gegeben haben dürfte. Die Pistole des Bruders, die der 25-Jährige selbst zur Polizei brachte, konnte als Tatwaffe identifiziert werden.

Schüsse aus näherer Distanz
Neue Ermittlungsergebnisse von Dienstagvormittag zeigen, dass alle fünf Opfer aus direkter Nähe erschossen wurden. Auch wenn Andreas E. ein Messer und einen Baseball-Schläger zur Tat mitnahm, so habe er diese, laut Obduktion, nicht verwendet. Wie viele Schüsse abgegeben worden sind und wo die Opfer getroffen wurden, ist aus Pietätsgründen nicht veröffentlicht worden.

Wie Pupp weiter erklärte, habe der Verdächtige bei seiner Einvernahme durch die Polizei den Tathergang klar und strukturiert nacherzählt. Auch der Alkoholtest fiel negativ aus.

„Auch mein Sohn ist gestorben“
Die Mutter von Andreas E. gab am Montag der deutschen Bild-Zeitung ein Interview: “Es sind nicht fünf Menschen gestorben, sondern sechs. Unser Sohn ist auch gestorben.” Sie bestätigte, dass Nadine und Andreas verlobt waren und geplant hatten, nächstes Jahr zu heiraten, ehe ihre Beziehung in die Brüche ging. „Uns geht es allen schlecht, auch meinem Sohn. Wir haben viele Nachbarn, Bekannte. Wir haben überall Hilfe angeboten bekommen“, so die Mutter weiter.

Kameras sollen Suizid verhindern
Der 25-jährige Verdächtige sitzt seit Montagmittag in Innsbruck in Untersuchungshaft. Seine Zelle wird zu jeder Tages- und Nachtzeit Videoüberwacht. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um einen möglichen Selbstmord von Andreas E. zu verhindern.

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