Ostermontag, Wien-Brigittenau: Ein Bordellbesuch eskaliert – und endet mit Kerzenständer, Herzskulpturen und einer wilden Flucht über die Donauuferstraße.
Ort des Geschehens
Am Ostermontag gegen 22.15 Uhr rückte die Polizei zu einem Laufhaus im Bereich der Klosterneuburger Straße in Wien-Brigittenau aus. Auslöser des Einsatzes war ein 31-jähriger Kunde, der mit der in Anspruch genommenen Dienstleistung offenbar nicht einverstanden war. Der Mann hatte für eine Dauer von 15 Minuten 50 Euro bezahlt – doch als die Zeit abgelaufen war, war er nach eigener Einschätzung noch nicht am Ziel.
In der Folge verlor er die Beherrschung: Er griff eine Mitarbeiterin am Arm und nahm mehrere Gegenstände aus dem Etablissement mit. Mit einem Kerzenständer und zwei Herzskulpturen unter dem Arm verließ er das Bordell.
Flucht auf die Straße
Im Bereich der Klosterneuburger Straße stießen Beamte kurz darauf auf einen Mann, auf den die Personenbeschreibung zutraf. Der 31-Jährige warf den Polizisten den Kerzenständer sowie die beiden Herzskulpturen entgegen und flüchtete zu Fuß weiter.
Er übersprang eine Leitplanke und lief auf die Donauuferstraße, wo mehrere Autofahrer abrupt bremsen mussten, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Den Beamten gelang es schließlich, den Mann zu stellen und vorläufig festzunehmen.
Nach seiner Einvernahme wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt.