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FINANZIELLE FOLGEN

Nach Ausweisung: Verliert Đoković nun seine Sponsoren?

(FOTOS: Twitter)

Der Ausschluss von den Australian Open könnte für Novak Đoković nicht nur eine Neuplatzierung in der Tennis-Weltrangliste bedeuten, sondern auch finanzielle Folgen haben.

Das Australien-Fiasko kostete Novak Đoković nicht nur Ansehen und Sympathien, sondern auch eine Menge Geld. Nachdem Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke dem Serben am Freitag das Einreisevisum entzog, und ein Bundesgericht die Visum-Annullierung am Sonntag bestätigte, musste der Weltranglisten-Erste Melbourne binnen Stunden verlassen. Diese Entscheidung bescherte Đoković nicht nur sportliche Nachteile – er verpasst damit die Chance auf den 10. Titel bei den Australian Open und den 21. Grand Slam seiner Karriere – sondern hatte für ihn auch finanzielle Folgen.

Ausschluss bei Australian Open, French Open und Wimbledon
Als Folge seiner Niederlage vor dem Australischen Gericht musste Đoković eine Geldstrafe, sowie die Gerichtskosten zahlen. Beides zusammen soll Berichten zufolge rund eine halbe Million US-Dollar (440.000 Euro) betragen. Doch in weiterer Folge könnte der Serbe weitaus mehr Geld verlieren: In Melbourne verpasste er bereits die Chance das Preisgeld von knapp 2,8 Millionen Euro zu gewinnen und wird dank eines Einreiseverbots nach Australien auch in den kommenden 3 Jahren darauf verzichten müssen.

Aufgrund seiner fehlenden Corona-Impfung wackelt nun auch die Teilnahme von Đoković bei den French Open und in Wimbledon (KOSMO berichtete). Damit würden dem Serben weitere Preisgelder in Millionenhöhe entgehen. Und mit ausbleibenden Erfolgen könnten auch die Sponsoren des Weltranglistenersten langsam das Weite suchen. Ein erster Sponsor meldete sich bereits zu Wort und bat den „Đoker“ zum Rapport.

Verliert Đoković ersten Sponsor?
„Lacoste“ der Ausrüster von Đoković hat sich als erster Sponsor zu Wort gemeldet: „Wir werden uns so bald wie möglich mit Novak Đoković in Verbindung setzen, um die Ereignisse, die seinen Aufenthalt in Australien begleitet haben, zu prüfen“, teilte das französische Unternehmen mit. Droht damit der erste Sponsor bereits abzuspringen? Immerhin war der Auftritt des Serben in Australien alles andere als geglückte Werbung für den Konzern. 

Für Đoković könnte das den Verlust von weiteren acht Millionen Euro bedeuten. So viel soll der Ausstatter laut einem CNN-Bericht nämlich pro Jahr an das Tennis-Ass zahlen, damit dieser die Marke auf dem Platz trägt. Nun könnte „Lacoste“ den Deal Branchenkennern zufolge jedoch sogar vorzeitig auflösen.

Was machen andere Sponsoren?
Werbedeals mit Marken wie Head, Hublot, Peugeot oder Asics brachten dem Serben im vergangenen Jahr laut der „Forbes“-Liste 30 Millionen US-Dollar (26,5 Millionen Euro) ein. Doch nun könnten einige dieser Deals wackeln. Zwar haben sich die Sponsoren bisher noch zurückgehalten, doch sollte Lacoste Konsequenzen ziehen, wäre es durchaus möglich, dass auch andere Sponsoren nachziehen.

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