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Familiendrama

Nach Bärenwurf-Schock: Mutter ersticht Tochter mit Küchenmesser

Nach Bärenwurf-Schock: Mutter ersticht Tochter mit Küchenmesser
FOTO: Tashkent Zoo/east2west news
3 Min. Lesezeit |

Erst warf sie ihr Kind zu einem Bären, jetzt steht sie unter Mordverdacht. Eine 34-jährige Mutter soll ihre siebenjährige Tochter mit einem Messer getötet haben.

Eine Mutter, die vor drei Jahren ihre Kleinkind-Tochter in ein Bärengehege warf, steht nun unter Mordverdacht. Die 34-jährige Zilola Tulyaganova soll ihre mittlerweile siebenjährige Tochter Zarina mit einem Küchenmesser getötet haben. Das Mädchen erlitt tödliche Stichwunden am Hals, wie Ermittler bestätigten.

Der aktuelle Fall weckt Erinnerungen an einen schockierenden Vorfall aus dem Jahr 2022. Damals wurde Tulyaganova in einem verstörenden Video festgehalten, wie sie ihre damals dreijährige Tochter im Zoo von Taschkent (Hauptstadt Usbekistans) über ein Geländer hielt und etwa fünf Meter tief in den Graben eines Bärengeheges fallen ließ. Entsetzte Besucher mussten mitansehen, wie der Braunbär Zuzu auf das hilflose Kind zulief und es beschnüffelte.

Wundersame Rettung

In einem fast unglaublichen Glücksfall wandte sich das Tier jedoch ab, ohne dem Mädchen etwas anzutun. Zoowärter reagierten blitzschnell, sicherten den Bären und retteten das Kind. Eine Sprecherin des Zoos erklärte damals: „Eine junge Frau warf ein kleines Mädchen in ein Braunbärengehege, direkt vor den Augen aller Besucher. Ihr Motiv blieb völlig unklar.“

Die Mitarbeiter hätten verzweifelt versucht, die Frau aufzuhalten – ohne Erfolg. „Man mag sich gar nicht ausmalen, wie es geendet hätte, wenn der Bär das Kleinkind als Beute betrachtet hätte“, fügte die Sprecherin hinzu.

Behördliches Versagen

Nach dem Vorfall im Zoo wurde Tulyaganova zunächst wegen versuchten Mordes festgenommen. Das Gericht ordnete jedoch eine Zwangsbehandlung in einer psychiatrischen Klinik an, da sie als psychisch krank eingestuft wurde. Überraschenderweise wurde sie im August 2025 aus der psychiatrischen Einrichtung entlassen, ohne dass die zuständigen Behörden eine Überwachung durchführten.

Nachbarschaftsvorsitzende und lokale Behörden wurden nach eigenen Angaben nicht über ihre Rückkehr informiert, obwohl eine Nachbetreuung nach Entlassung aus der Psychiatrie als notwendig gilt. Die usbekischen Behörden hatten die Frau zuvor als „ungefährlich“ eingestuft und ihr erlaubt, weiterhin für ihre Kinder – Zarina und ihren Bruder – zu sorgen.

Das Mädchen verbrachte damals mehr als drei Wochen im Krankenhaus, erholte sich jedoch vollständig von dem traumatischen Erlebnis. Der jetzige Vorfall erschüttert die Öffentlichkeit umso mehr. Nach Angaben lokaler Medien war es der Großvater des Kindes, der die Polizei alarmierte, nachdem er nach Hause gekommen war und die Leiche seiner Enkelin entdeckt hatte.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren nach Artikel 97 des usbekischen Strafgesetzbuchs (vorsätzlicher Mord) eingeleitet. Die Verdächtige wurde festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Fernsehsender in Usbekistan berichteten über den „Schock“, den Zarinas gewaltsamer Tod in der Bevölkerung ausgelöst hat.

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KO KOSMO-Redaktion
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