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Sicherheitsrisiko

Nach Boeing-Debakel: Jetzt wackeln auch bei Airbus die Türen

Nach Boeing-Debakel: Jetzt wackeln auch bei Airbus die Türen
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Nach dem Boeing-Debakel geraten nun auch Airbus-Maschinen ins Visier der Behörden. Fast 2.000 Flugzeuge müssen wegen möglicher Rissbildungen an den Türverschlüssen überprüft werden.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat die Betreiber von nahezu 2.000 Airbus-Flugzeugen der A320-Familie angewiesen, die Türverschlüsse ihrer Maschinen intensiver zu kontrollieren. Grund für diese Maßnahme sind mögliche Rissbildungen an den betroffenen Bauteilen. Insgesamt müssen 1.924 in den USA registrierte Flugzeuge des europäischen Herstellers zusätzlichen Inspektionen unterzogen werden. Neben den Türanschlägen stehen auch bereits vorgeschriebene Überprüfungen an bestimmten Rumpfteilen auf dem Programm.

Für amerikanische Fluggesellschaften bedeutet dies eine weitere Herausforderung im Umgang mit ihren Airbus-Flotten. Nach bereits bekannten Schwierigkeiten mit Bordcomputern und Rumpfplatten rücken nun die Türverschlüsse in den Fokus der Sicherheitskontrollen. Besondere Aufmerksamkeit erhalten Türbolzen und verwandte Komponenten seit Beginn des Jänners 2024, als bei einem fast fabrikneuen Boeing-Passagierflugzeug während des Fluges ein türgroßes Rumpfsegment herausbrach. Obwohl dieser Vorfall keine schwerwiegenden Verletzungen zur Folge hatte, sah sich Boeing in der Folge mit verschärften Kontrollen konfrontiert, die zahlreiche Produktions- und Qualitätsmängel offenlegten.

Airbus-Probleme häufen sich

Airbus, der nach Produktionszahlen führende Flugzeughersteller weltweit, sah sich in den vergangenen zwei Wochen mit mehreren technischen Problemen konfrontiert. So musste bei rund 6.000 Maschinen global die Software eines Bordcomputers auf eine Vorgängerversion zurückgesetzt werden. Zudem unterliegen A320neo-Flugzeuge mit Triebwerken von Pratt & Whitney nun Einschränkungen beim Start unter bestimmten Wetterbedingungen mit gefrierendem Nebel. Als weitere Komplikation kamen Defekte an spezifischen Rumpfverkleidungen hinzu.

Die notwendigen Untersuchungen und potenziellen Austauscharbeiten an diesen Rumpfteilen zwangen Airbus-Chef Guillaume Faury dazu, die geplanten Auslieferungszahlen für das laufende Jahr nach unten zu korrigieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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