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Deckeneinsturz

Nach Deckeneinsturz in Wien: Vermisste 85-Jährige tot gefunden

Nach Deckeneinsturz in Wien: Vermisste 85-Jährige tot gefunden
(FOTO: Stadt Wien / Berufsfeuerwehr Wien)
2 Min. Lesezeit |

Ein Deckeneinsturz in der Wiener Innenstadt, eine vermisste Seniorin – und eine Handyortung, die alles verändert.

Ort des Geschehens

In der Wiener Innenstadt hat die Suche nach einer vermissten älteren Frau ein tragisches Ende genommen.

Am Sonntagabend kam es in einem Mehrparteienhaus in der Färbergasse in Wien-Innere Stadt zu einem schweren Teileinsturz: Die Geschoßdecken von drei übereinanderliegenden Wohnungen brachen ein. Eine 85-jährige Bewohnerin galt anschließend als vermisst und wurde in der Nacht auf Mittwoch tot unter den Trümmern gefunden. Drei weitere Bewohner waren unmittelbar von dem Einsturz betroffen. Eine 57-jährige Frau wurde nach einer mehrstündigen Rettungsaktion schwer verletzt geborgen, ein 60-jähriger Mann und eine 88-jährige Bewohnerin erlitten leichte Verletzungen.

Handyortung entscheidend

Zunächst war unklar, ob sich die 85-Jährige überhaupt im Gebäude befunden hatte. Nach ersten Informationen sollte sie sich an ihrem Nebenwohnsitz in Tulln befinden, dort konnte sie jedoch nicht angetroffen werden. Eine Ortung ihres Mobiltelefons lieferte schließlich Hinweise darauf, dass sich die Seniorin im Bereich des Trümmer- und Schuttkegels befinden könnte. Daraufhin wurde die Suche intensiviert, auch Spürhunde kamen zum Einsatz. Gegen Mitternacht entdeckten die Einsatzkräfte die Frau unter den Trümmern. Sie konnte nur noch tot geborgen werden.

Ermittlungen eingeleitet

Im Anschluss an das Unglück leitete die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung ein.

Im betroffenen Gebäude hatten vor dem Einsturz Bauarbeiten stattgefunden. Wie die zuständige Magistratsabteilung 37 mitteilte, war für die Adresse Färbergasse 6 bereits im Vorjahr ein Dachgeschoßausbau bewilligt worden. Als Baubeginn wurde der Behörde der 31. August 2026 gemeldet. Eine Kontrolle durch die Bauinspektion hatte zum Zeitpunkt des Einsturzes noch nicht stattgefunden. Laut MA 37 waren bis dahin lediglich kleinere Arbeiten durchgeführt worden, darunter die Entfernung des Fußbodens im Erdgeschoß. Ob die Bauarbeiten mit dem Einsturz in Zusammenhang stehen, ist derzeit offen und Gegenstand der Ermittlungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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