Nach einem halben Jahr hinter Gittern kehrt Ex-Finanzminister Grasser in sein Luxusanwesen zurück – mit Fußfessel statt Zellenschlüssel.
Der frühere Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat die Justizanstalt Innsbruck verlassen. Wie die APA meldet, wurde er am Morgen gegen 9 Uhr in einem Justiztransporter aus der Haftanstalt gebracht. Mehrere Fotografen hatten bei frostigen Temperaturen von minus fünf Grad vergeblich auf ein Bild des prominenten Häftlings gewartet.
Bereits zuvor war Grasser zeitweise nicht in Haft gewesen – allerdings aus medizinischen Gründen. Im September hatte er einen Darmverschluss erlitten, der eine Notoperation erforderlich machte. Anschließend verbrachte er mehrere Wochen im Krankenhaus.
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Hausarrest in Kitzbühel
Der verurteilte Ex-Minister darf seine restliche Haftstrafe nun im elektronisch überwachten Hausarrest verbüßen. Sein neuer Aufenthaltsort ist der Unterhirzinger Hof am Schwarzsee in Kitzbühel. Die vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis wurde durch eine Gesetzesnovelle möglich, die Häftlingen erlaubt, bereits 24 Monate vor Haftende statt wie bisher 12 Monate eine Fußfessel zu beantragen.
Das elektronische Überwachungssystem löst sofort Alarm aus, sollte sich Grasser in nicht genehmigten Bereichen seines Anwesens aufhalten.
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Strenge Auflagen
Nach einem halben Jahr Haft trifft es sich, dass der Ex-Minister ausgerechnet an seinem Geburtstag, dem 2. Jänner, wieder mit seiner Ehefrau Fiona Swarovski-Grasser und der 17-jährigen Tochter Tara zusammen sein kann. Trotz der Rückkehr in sein Zuhause bleibt der Alltag streng reglementiert: Grasser muss sich eine Arbeit suchen und darf täglich nur eine Stunde Freizeit genießen.