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Terrorgefahr

Nach Sydney-Massaker: Geheimdienst warnt vor globaler Anschlagswelle

Nach Sydney-Massaker: Geheimdienst warnt vor globaler Anschlagswelle
FOTO: EPA/MICK TSIKAS
2 Min. Lesezeit |

Nach dem blutigen Anschlag in Sydney schlägt der israelische Geheimdienst Mossad Alarm: Terrorpläne gegen jüdische Ziele nehmen weltweit dramatisch zu.

Nach dem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney wächst international die Besorgnis über mögliche weitere Attacken auf jüdische Einrichtungen. Bei dem Angriff am Sonntag am Bondi Beach hatten zwei Attentäter – ein Vater und sein Sohn – das Feuer auf Festteilnehmer eröffnet und 15 Menschen getötet. Laut Bericht des israelischen Fernsehsenders Chadschot 13 sollen die Täter nach Erkenntnissen des Mossad in Pakistan von IS-Mitgliedern ausgebildet worden sein.

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad warnt dem Sender Chadschot 13 zufolge vor einer beispiellosen Zunahme von Terrorplänen gegen jüdische und israelische Ziele im Ausland. Diese würden von iranischen und palästinensischen Gruppen vorbereitet. Eine Sprecherin des israelischen Regierungschefs Netanyahu erklärte auf Nachfrage, sie könne keine nachrichtendienstlichen Informationen preisgeben.

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Mossad-Warnungen

Dem Medienbericht nach hat Mossad-Direktor David Barnea entsprechende Warnhinweise an Partnerdienste in Europa und anderen Weltregionen übermittelt. In diesen Warnungen verweist Barnea auf verstärkte iranische Vorbereitungen für Vergeltungsschläge nach den israelischen Luftangriffen vom Juni, bei denen auch Nuklearanlagen im Iran getroffen wurden. Zudem warnte der Geheimdienstchef vor möglichen palästinensischen Anschlägen als Reaktion auf den anhaltenden Gazakrieg.

Sicherheitsmaßnahmen

Israels Sicherheitsbehörden haben nach Angaben des Nachrichtenportals ynet auch vor Nachahmungstätern gewarnt. Als potenzielle Angriffsziele gelten demnach sowohl Einrichtungen jüdischer Gemeinden als auch offizielle diplomatische Vertretungen Israels.

Israelische Botschaften und Konsulate weltweit wurden daher angewiesen, in der laufenden Woche keine Chanukka-Feierlichkeiten im Freien zu veranstalten.