Start Unterhaltung Promis Nach Unfalltod von Šaban Šaulić: Endlich Prozesstermin
DEUTSCHER ANGEKLAGT

Nach Unfalltod von Šaban Šaulić: Endlich Prozesstermin

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(FOTOS: Westfalen-Blatt, Instagram-Screenshot, zVg.)

Rund drei Jahre, nachdem der serbische Sänger Šaban Šaulić auf der A2 bei Gütersloh (Deutschland) bei einem Unfall ums Leben kam, wird dem Angeklagten 2022 nun endlich der Prozess gemacht.

Wie das Amtsgericht Gütersloh in Deutschland am Donnerstag bekanntgab, soll der Fall rund um den tragischen Unfall mit Todesfolge für Šaban Šaulić im kommenden Jahr aufgerollt werden. Die Hauptverhandlung soll am 20. Januar 2022 stattfinden. Angeklagt ist ein Deutscher, der zum Unfallzeitpunkt 34 Jahre alt war.

Gerichtstermin um 2 Jahre verschoben
Ursprünglich hätte der Fall bereits im Frühjahr 2020 vor Gericht gehen sollen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Termin kurzfristig abgesagt. Auch in den darauffolgenden Monaten war es nicht möglich einen neuen Gerichtstermin festzusetzen, da die Nebenkläger aufgrund der verschärften Einreisebedingungen nicht von Serbien nach Deutschland einreisen konnten.

Nun ist es allerdings soweit. Anfang 2022 soll der Prozess gegen den deutschen Angeklagten beginnen, der bei dem Unfall den serbischen Sänger Šaban Šaulić sowie dessen Keyboarder Mirsad Kerić getötet haben soll. Der Vorwurf der Anklage lautet: fahrlässige Tötung in zwei Fällen, fahrlässige Körperverletzung in einem Fall (ein dritter Mitfahrer wurde verletzt, überlebte jedoch den Autounfall), gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Nach Angaben des Amtsgerichts hat der Deutsche die Vorwürfe eingeräumt.

Šaban Šaulić gilt als serbische Musiklegende. Im Februar 2019 hatte der damals 67-Jährige in Bielefeld sein letztes Konzert vor seinem Tod gegeben. Danach fuhr er gemeinsam mit seinem Keyboarder Mirsad Kerić und einer weiteren Person in der Nacht zum Flughafen. Dabei kam es zu dem schrecklichen Auffahrunfall auf der A2 bei Gütersloh.

Šaulić und Kerić wurden bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt. Sie erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ein dritter Mitfahrer wurde ebenfalls verletzt.

Quellen und Links: