Nach nur sechs Monaten endet die Zusammenarbeit zwischen Tennisstar Djokovic und Coach Murray – eine Trennung nach sportlichen Enttäuschungen und ohne den erhofften 100. Titel.
Novak Djokovic hat sich von seinem Trainer Andy Murray getrennt. Die Zusammenarbeit, die erst zu Beginn des Jänner 2025 begann, brachte nicht den erhofften Erfolg – Djokovics Jagd nach seinem 100. Karrieretitel blieb erfolglos. Trotz der sportlichen Enttäuschungen betonte der serbische Tennisstar, dass die Freundschaft zu Murray weiterhin Bestand hat.
„Ich habe es wirklich genossen, unsere Freundschaft zu vertiefen“, erklärte Djokovic in den sozialen Medien und bedankte sich bei Murray für dessen Engagement und Unterstützung während der vergangenen sechs Monate.
Djokovics Niederlagenserie
Die Trennung folgt auf eine Serie von Rückschlägen für den Serben. In Brisbane scheiterte er überraschend im Viertelfinale an einem Spieler, der nur auf Platz 293 der Weltrangliste stand. Bei den Australian Open zwang ihn eine Muskelverletzung zur Aufgabe im Halbfinale. Die Negativserie setzte sich fort: Erstrunden-Aus in Doha, Zweitrunden-Niederlage in Indian Wells und das Ausscheiden im Halbfinale von Miami.
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Auch auf Sand fand der 24-fache Grand-Slam-Champion nicht zu seiner Form zurück. In Monte Carlo und Madrid kam jeweils in der zweiten Runde das Aus, woraufhin Djokovic auf einen Start beim Masters-Turnier in Rom verzichtete. Vor den letzten Sandplatzturnieren der Saison – Genf und den French Open – hat der Serbe sein Training in die Heimat verlegt.
Vorbereitung Paris
Am Montag absolvierte Djokovic eine Trainingseinheit auf den Plätzen in Kosutnjak (Sportanlage in Belgrad), unterstützt von seinem Landsmann Miomir Kecmanovic. Für das Turnier in Genf erhielt der Weltklassespieler eine Wildcard und will dort seine Form für die French Open verbessern, wo er seinen 25. Grand-Slam-Titel anpeilt.
Das zweite Major-Turnier des Jahres findet vom 25. Mai bis 8. Juni in Paris statt.
Trainerkarrussell beim Grand-Slam-Rekordhalter
Der Abschied von Murray reiht sich in eine längere Geschichte von Trainerwechseln in Djokovics Karriere ein. Erst im März 2024 hatte sich der serbische Tennisstar nach fünf erfolgreichen Jahren von seinem vorherigen Coach Goran Ivanisevic getrennt – eine Zusammenarbeit, die ihm acht Grand-Slam-Titel einbrachte. Nach Informationen serbischer Sportmedien soll Djokovic nun vorerst mit seinem langjährigen Fitnesscoach Marco Panichi zusammenarbeiten, der bereits seit 2017 Teil seines Teams ist.
Die erfolgreichste Trainerpartnerschaft erlebte Djokovic mit Marian Vajda, der in zwei Perioden insgesamt über 15 Jahre an seiner Seite stand und unter dessen Anleitung Djokovic 20 seiner 24 Grand-Slam-Titel gewann. Im Durchschnitt bleiben Djokovics Trainer etwa drei Jahre im Amt – die Kooperation mit Murray gehört mit sechs Monaten zu den kürzesten in seiner Karriere.