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RASSISMUS ODER KULTURERBE?

„Nägerbrot“: Warum viele an rassistischen „Traditionsbegriffen“ hängen!

„Nägerbrot“: Warum viele an rassistischen  „Traditionsbegriffen“  hängen!
(FOTO: Negerbrot (Schokotraum-Erdnuss) - Schokolade; Wikimedia / Mikekilo74)
4 Min. Lesezeit |

Verantwortung und Feingefühl!
Wenn du mit deinen Eltern eine Erinnerung teilst und einen kontroversen Begriff verwendest, verbinden beide damit, wie mir heute erst erklärt wurde, keine schlechten Gedanken gegenüber ihren Mitmenschen. Sei unterhalten sich schlichtweg in ihrer gewohnten Sprache. Das Wort „Neger“ projiziert bei einigen Österreichern noch immer keine negativen Bilder in den Kopf.

Du bewegst dich für üblich aber in einer Gesellschaft die mittlerweile nicht nur aus Österreichern besteht, die einen Faible für alte und kontroverse Wortwahl hat. Das Land ist mittlerweile durchgemischt. Durchgemischt in Herkunft, Art und Meinung – ich muss hoffentlich nicht darauf eingehen wie viele Vorteile uns das bringt. Es bringt aber Verantwortung und Feingefühl mit sich, etwas das viele anscheinend noch missen.

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Sich heutzutage an antike Begriffe festzuklammern und daran die österreichische Kultur festzulegen ist einfach nicht mehr cool. Schlimmer als das – es kann sehr entwürdigend anderen Personen gegenüber sein, wie es der Fall „Nägerbrot“ zeigt. Nicht jeder deiner Mitmenschen verbindet mit dem Wort „Neger“ leckere Schokolade wie du und nicht jeder von Ihnen durchlebt bei dem Wort positive Kindheitserinnerungen.

Nostalgie über Würde, oder doch umgekehrt?
Besonders die schwarze Community leidet im Stillen unter permanenter, verbaler Herablassung. In unserer Kultur ist alles was schlecht ist schwarz. Sei es der „Schwarzfahrer“, das „Schwarzgeld“ oder einfach nur das „Schwarzmalen“ gewisser Dinge. Manche dieser Begriffe werden immer wieder angefochten, um den unbedachten Wortgebrauch zu vermeiden und das friedliche Zusammenleben zu fördern.

Wir sind Rudeltiere und nur so stark wie das schwächste Glied. Indem wir Begriffe, die unsere Gesellschaft allgemein schwächen und andere unterdrücken meiden, schaffen wir mehr Raum in dem sich alle wohl und akzeptiert fühlen.

Ich persönlich glaube außerdem, dass das „Nägerbrot“ als „Erdnussschokolade“ genauso gut schmeckt und gustiöser ist der Begriff auch 😉

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KO KOSMO-Redaktion
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