Prinzessin Charlotte spricht schon zwei Sprachen – Jedes Migranten-Kind aber auch!

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Prinzessin Charlotte spricht schon zwei Sprachen – Jedes Migranten-Kind aber auch!

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Die zweijährige Prinzessin wird in den Medien als Sprachgenie gefeiert. (Foto: instagram/kensingtonroyal)

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In den Medien wird Prinzessin Charlotte als Sprach-Genie gefeiert. Sie spricht bereits im Kindergarten schon zwei Sprachen. Was für ein Wunderkind!

Das Kind ist süß und kann natürlich nichts für den Wirbel um ihr Wesen. Dass die Medien so dick auftragen müssen, grenzt eigentlich an Frechheit. Kinder, die einen sogenannten Migrationshintergrund aufweisen, wachsen mit zwei oder gar mehr Sprachen auf. Neben der Muttersprache ist man gewohnt sich in anderen Sprachen auszudrücken. Jedes Kind vom Balkan, das in Österreich lebt, weiß, dass man mit den Großeltern mit Deutsch nicht weit kommen wird. Von klein auf werden einem wenigstens die Grundstrukturen der Muttersprache mitgegeben.

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Kein Kindermädchen für Migranten-Kinder

Im Kindergarten bringt man sich dann die deutsche Sprache fast selbst bei. Spätestens in der Schule kann man sich in der Klasse verständigen und überholt auch so manchen gebürtigen Österreicher mit den Kenntnissen. Nicht jeder von uns hatte das Glück wie Prinzessin Charlotte ein Kindermädchen zur Seite zu haben, dass uns ein paar Brocken Deutsch hätte beibringen können. Denn das englische Wunderkind hat eine spanische Nanny und kann einige Worte auf Spanisch sagen. Grund genug um die zweijährige als Sprachgenie zu bezeichnen.

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Deutsch lernen im Selbststudium

Als Kind von Migranten-Eltern hat man sich Großteils die Dinge selbst beibringen müssen. Während die Eltern zumeist schuften mussten, um die Familie zu versorgen, waren die Kapazitäten für pädagogische Fördermaßnahmen ausgeschöpft. Bildung durch Zeichentrickserien war das Motto. So sahen die meisten Kinder mit Wurzeln vom Balkan oft fern. Nicht weil sie faul auf der Couch herumliegen wollten, sondern um die Sprache schneller zu erlernen. Dass sich die Kinder durch Selbststudium eine fremde Sprache beibringen ist weniger beeindruckend, wenn sie aus ärmlichen Verhältnissen stammen.

Migranten-Kinder verdienen anscheinend keine Anerkennung für ihre Verdienste, dass sie als Dolmetscher für ihre Eltern in bereits jungen Jahren übersetzen. Dass sie sich mit Behördengängen, Ärzten oder Lehrern herumschlagen müssen, weil das Deutsch der Eltern nicht ausreicht. Dass sie schneller erwachsen werden mussten als ihre gleichaltrigen Freunde. Dass spielt keine Rolle, denn ihre Leistungen bleiben unbeachtet, da sie nur Kinder von Migranten sind.

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