Gold für Österreich! Rädler und Huber triumphieren bei den Olympischen Spielen mit nur fünf Hundertstelsekunden Vorsprung – während Favoritin Shiffrin patzt.
Rädlers beeindruckende Abfahrt legte den Grundstein für den österreichischen Triumph. Mit ihrer starken Leistung katapultierte sie sich auf den zweiten Zwischenrang und übergab perfekt an Teamkollegin Huber. Diese nutzte ihre Chance und sicherte mit einem fulminanten Schlussteil die Führung. Das rot-weiß-rote Duo profitierte dabei auch vom Nervenflattern der großen Favoritin Mikaela Shiffrin, die trotz der Halbzeitführung ihrer Teamkollegin Breezy Johnson am Ende nur den vierten Platz belegte (+0,31). Shiffrins Patzer besiegelte den österreichischen Goldcoup.
Die beiden 1995 geborenen Österreicherinnen Rädler und Huber setzten sich hauchdünn mit nur fünf Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem deutschen Erfolgsduo Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher durch. Bronze ging an die US-Amerikanerinnen Jacqueline Wiles und Paula Moltzan (+0,25). Für Österreichs Skifahrerinnen ist es der erste olympische Goldtriumph seit 2014, als Anna Veith – damals noch unter ihrem Mädchennamen Fenninger – ganz oben auf dem Treppchen stand.
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Emotionale Reaktionen
„Ich habe irgendwie ein gutes Gefühl gehabt, die Kathi hat es dann gut heruntergedrückt“, lachte Rädler nach der Medaillenvergabe. „Ich war so nervös“, musste die Vorarlbergerin eingestehen, erinnerte sich dann an ihre bisher nicht einfach verlaufene Karriere mit vier Kreuzbandrissen. „Ich habe viel durchgemacht. Da war der Traum dann irgendwann schon weg. Umso schöner, dass der jetzt wahr wurde. Wir sind ein Dream-Team“, lachte die 31-Jährige.
„Die Ari ist geil Ski gefahren, ich habe mir vorgenommen: Fahr geil Ski. Ich war abartigst nervös, habe mich mit Blödsinn am Start abgelenkt, habe mir die Nervosität vom Leib geredet. Keine Ahnung, wie sich das ausgegangen ist“, schmunzelte die 30-Jährige voller Adrenalin. „Man sieht, was alles zusammenspielen muss“, meinte die Slalom-Spezialistin, die ebenso den Traum von großen Ski-Erfolgen ebenso bereits abgeschrieben hatte.
Umso größer war dann der Jubel: „Im Ziel wusste ich: Wir haben eine Medaille. Ab da war mir Shiffrins Lauf egal“, lachte Huber.