Der Goldpreis kletterte am Montagvormittag an der Londoner Börse auf einen neuen Höchststand. Die Feinunze (Gewichtseinheit für Edelmetalle) notierte bei 3.719,95 US-Dollar und übertraf damit den erst am vergangenen Freitag erreichten Wert um etwa 34 Dollar. Parallel erreichte Gold auch in Euro mit 3.166,98 Euro pro Feinunze einen historischen Rekordwert. Bereits Anfang September hatte das Edelmetall mit 3.505,59 Dollar pro Feinunze einen Rekordwert markiert.
Zinssenkungen als Treiber
Seit Anfang September verzeichnet Gold einen besonders dynamischen Kursanstieg. Als Haupttreiber gilt die erste Leitzinssenkung der US-Notenbank Fed im laufenden Jahr. Mitte des Monats senkten die Währungshüter den Zinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf eine Bandbreite von 4,0 bis 4,25 Prozent. Experten rechnen bis zum Jahresende mit zwei weiteren Zinssenkungen.
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Da Gold keine regelmäßigen Erträge abwirft, steigert die Perspektive fallender Zinsen die Attraktivität des Edelmetalls für Anleger erheblich.
Globale Unsicherheiten
Der Goldpreis hat sich innerhalb der letzten drei Jahre mehr als verdoppelt. Neben der geldpolitischen Entwicklung sorgen auch internationale Konflikte für steigende Nachfrage: der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Handelskonflikte sowie neue Zölle der USA.
Besonders die verschärfte US-Handelspolitik und kritische Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zur Unabhängigkeit der Federal Reserve verstärken die Marktverunsicherung und treiben Investoren verstärkt in sichere Anlagehäfen wie Gold.