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Nikolaus

Nikolaustag-Geheimnisse: Warum wir am 6. Dezember Stiefel herausstellen?

Nikolaustag-Geheimnisse: Warum wir am 6. Dezember Stiefel herausstellen?
(Foto: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Jedes Jahr am 6. Dezember ist es wieder soweit: Kinder stellen ihre Schuhe vor die Tür in der Hoffnung, dass der Heilige Nikolaus und sein Helfer, Knecht Ruprecht, diese mit Süßigkeiten und Schokolade füllen. Doch wer war dieser Nikolaus eigentlich und warum hat er sich zur festen Größe in unserem vorweihnachtlichen Brauchtum etabliert?

Berichten zufolge erblickte Nikolaus um 280 nach Christus in Patras, Griechenland, das Licht der Welt und wurde im Jahr 300 in Myra, im heutigen Türkei, zum Bischof geweiht. Seine Teilnahme am ersten ökumenischen Konzil der Kirchengeschichte, dem Konzil von Nizäa im Jahr 325, ist historisch belegt. Sein Todestag wird zwischen 345 und 351 angenommen, wobei sich der 6. Dezember als sein Gedenktag etabliert hat.

Nikolaus von Myra wurde schon zu Lebzeiten als „Anwalt der Armen und Rechtlosen“ verehrt. Seine Legende erzählt von der Rettung dreier Mädchen, die ihr Vater aufgrund finanzieller Not zur Prostitution drängen wollte. Nikolaus schenkte jedem Mädchen einen goldenen Apfel, womit er ihnen eine standesgemäße Heirat ermöglichte. Darüber hinaus wird ihm nachgesagt, unschuldig Inhaftierte befreit, Stürme besänftigt und seine Heimat vor Hungersnöten bewahrt zu haben.

Es gibt allerdings auch Theorien, die besagen, dass der Nikolaus, wie wir ihn kennen, aus der Verschmelzung zweier historischer Persönlichkeiten entstanden ist: Nikolaus von Myra und Nikolaus, Abt von Sion und Bischof von Pinora. Aus diesen beiden Figuren soll sich im 6. Jahrhundert die Legende des Nikolaus entwickelt haben.

Vom heimlichen Gabenbringer zum sichtbaren Schenker

Erst seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer für Kinder belegt. In den Anfängen füllte er heimlich Strümpfe und Schuhe mit Süßigkeiten. Im 17. Jahrhundert wandelte sich das Bild: Der Nikolaus wurde sichtbarer und besuchte die Kinder in ihren Häusern. Dabei übernahm er auch die Rolle des Erziehers, der nicht nur lobt, sondern auch straft.

Sein strafender Begleiter, Knecht Ruprecht, hat die gefürchtete Rute dabei und in seinem Sack befinden sich nicht nur Äpfel, sondern auch mitgenommene Kinder – eine Drohung, die man den Kleinen früher machte. In Bayern wird der Nikolaus eher vom Krampus begleitet, einer Figur, die Knecht Ruprecht ähnelt, aber auch ohne Nikolaus unterwegs sein kann.

Nüsse, Äpfel und Schokolade: Die Gaben des Nikolaus

Nüsse und Äpfel gehören traditionell zu den Gaben des Nikolaus. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch nahrhaft und symbolisieren die Geschenke des Sommers, die den Menschen durch den Winter helfen sollen. Die Schokolade kam erst später dazu.

Der Höhepunkt des Schokoladenkonsums liegt in der Advents- und Weihnachtszeit, was auch mit einer winterlichen Stimmungssenkung und einem reduzierten Spiegel des Glückshormons Serotonin im Gehirn zusammenhängt. Schokolade soll den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen können, was jedoch wissenschaftlich umstritten ist.

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KO KOSMO-Redaktion
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