Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Verkehrschaos

Österreichs Außenministerium spricht Reisewarnung für Kroatien aus!

Österreichs Außenministerium spricht Reisewarnung für Kroatien aus!
Symbolfoto. FOTO: iStock/BitsAndSplits
4 Min. Lesezeit |

Am 5. Juli werden rund 500.000 Menschen zum Hipodrom in Zagreb erwartet. Laut dem kroatischen Rundfunk HRT handelt es sich dabei um das bisher größte Konzert in der kroatischen Geschichte. Der Besucherandrang ist so enorm, dass der Kroatische Automobilclub HAK Urlaubern auf dem Weg zur Adriaküste mehrere Umfahrungsmöglichkeiten empfiehlt.

Bei der Rekordveranstaltung am Samstag tritt der umstrittene kroatische Sänger Marko Perkovic, bekannt als „Thompson“, auf. Mehrere europäische Länder haben gegen ihn Auftrittsverbote verhängt, da er offen das mit Nazi-Deutschland verbündete Ustascha-Regime (kroatischer faschistischer Staat 1941-1945) unterstützte. Auf seinen Konzerten werden regelmäßig Symbole dieses Regimes gezeigt.

⇢ Thompson-Konzert: Manager warnt vor Chaos

Insbesondere Deutschland, Österreich und die Schweiz haben Thompson mit Auftrittsverboten belegt. Der Grund: Seine Auftritte beinhalten häufig nationalistische und revisionistische Inhalte sowie Ustascha-Parolen und -Symbole. Kritiker werfen dem Musiker vor, durch diese Praktiken die Verbrechen des faschistischen Regimes zu verharmlosen und Holocaust-Relativierung zu betreiben.

Bemerkenswert ist die Haltung der kroatischen Behörden: Der Bürgermeister von Zagreb lehnte ein Verbot des Konzerts als „kontraproduktiv“ ab. Der Veranstalter betont, es handle sich um ein Musikereignis und nicht um eine politische Kundgebung. Kritiker sehen darin jedoch ein Zeichen wachsender gesellschaftlicher Toleranz gegenüber rechtsextremen Symbolen in Kroatien.

⇢ Konzert als politische Bühne: Warum Kroatiens Mächtige zu Thompson drängen

Das Mega-Event wird nach HRT-Angaben mindestens zweieinhalb Stunden dauern. Die Veranstalter planen einen 2000 Meter langen Getränkestand mit 5000 Kellnern. Für die sanitären Bedürfnisse der Besucher werden 2500 mobile Toiletten und Pissoirs aufgestellt, berichtet HRT unter Berufung auf Bandangaben. Angesichts der aktuellen Hitzewelle werden im Hipodrom-Bereich 100 Wasserstellen sowie zusätzliche Wassertanks eingerichtet.

Das Ministerium für Tourismus und Sport der Republik Kroatien sowie die Kroatische Zentrale für Tourismus bezeichnen das Event-Wochenende in einer gemeinsamen Pressemitteilung als „ersten großen Reiseverkehrs-Höhepunkt im Juli“. Um Verkehrschaos zu vermeiden, empfiehlt der Automobilclub HAK, die Durchfahrt durch Zagreb zu meiden und die kroatische Hauptstadt weiträumig zu umfahren.

Behördliche Warnungen

Auch das österreichische Außenministerium (BMEIA) gibt für das kommende Wochenende eine Warnung bezüglich des Großkonzerts in Zagreb heraus. Auf der BMEIA-Website heißt es: „Vermeiden Sie große Menschenansammlungen und folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitsbehörden.“ Kurz darauf veröffentlichte auch das Auswärtige Amt einen aktuellen Hinweis zum Event für alle Reisenden. An den Grenzübergängen sei mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen. Zudem könnten „voraussichtlich Brücken über den Fluss ‚Sava‘ sowie Straßen in den Stadtteilen südlich des Flusses ab dem 3. Juli 2025 für die Öffentlichkeit gesperrt“ werden.

Alternative Routen

Für deutsche Urlauber, die zu beliebten Ferienorten und Inseln in Dalmatien wie Rab, Pag, Zadar oder Dubrovnik unterwegs sind, wird die Route über Ljubljana und Rijeka an der kroatischen Adriaküste empfohlen. Dies gilt ebenso für Reisende auf dem Rückweg nach Deutschland. Touristen aus Deutschland mit Zielen auf den Inseln der Kvarner Bucht, in Dalmatien oder im südlichen bzw. östlichen Teil Istriens rät der HAK zu folgenden Strecken: von Graz oder über die Tauernautobahn und Villach nach Ljubljana, weiter über Postojna ins kroatische Rupa, von dort über die A7/E61 nach Rijeka und schließlich zu den Zielen in Istrien bzw. der A1/E61 folgend entlang der Küste zu den Städten an der Dalmatischen Küste. Urlauber mit Zielen in Nord- oder Westistrien sollten laut HAK über Ljubljana und Postojna in die slowenische Hafenstadt Koper fahren und von dort nach Istrien weiterreisen.

Ab Postojna steht zudem die Route über Kozina, Starod und Pasjak zur Verfügung, von wo aus es nur noch wenige Kilometer bis nach Rijeka oder zum Ucka-Tunnel sind, der westlich nach Istrien führt.

⇢ Ministerium schlägt Alarm: Was Kroatien-Reisende Anfang Juli erwartet!

Weitere alternative Verkehrswege und QR-Codes mit Straßenkarten finden Reisende auf der HAK-Webseite www.hak.hr.