Steuerliche Entlastung für Österreichs Wirtschaft: Die NoVA-Befreiung wird auf Doppelkabinen-Pick-ups ausgeweitet und verspricht Betrieben Einsparungen bis zu 20.000 Euro.
Ab Mitte September entfällt die Normverbrauchsabgabe (NoVA) auch für allradbetriebene Doppelkabinen-Pick-ups. Diese Entscheidung folgt auf umfangreiche Gespräche zwischen Regierungsvertretern, Automobilsektor und Wirtschaftsverbänden. Die steuerliche Erleichterung, die bisher nur für Kleinlastwagen galt, wird nun ausgeweitet. Laut Wirtschaftsbund profitieren davon über 20.000 Unternehmen. Generalsekretär und ÖVP-Wirtschaftssprecher Kurt Egger beziffert die durchschnittliche Ersparnis pro Betrieb auf 10.000 bis 20.000 Euro. „Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Betriebe“, erklärte Egger in einer Aussendung.
Die NoVA-Befreiung gilt bereits seit Anfang Juli für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, sofern diese mehr als drei und weniger als zehn Sitzplätze aufweisen. Mit der jetzt beschlossenen Erweiterung fallen auch Doppelkabinen-Pick-ups unter diese Regelung. Die Umsetzung erfolgt zum 15. September. Von diesem Tag an müssen Unternehmen beim Kauf von allradbetriebenen Pick-ups mit Doppelkabine keine Normverbrauchsabgabe mehr entrichten.
Allerdings gelten strenge Auflagen für die Befreiung: Das Fahrzeug muss eine Ladefläche besitzen, die länger als 50 Prozent des Radstands ist und darf ausschließlich einfach ausgestattet sein. Komfortmerkmale wie Ledersitze, High-End-Infotainment oder Klimaautomatik führen weiterhin zur Steuerpflicht.
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Das Bundesministerium für Finanzen und die Wirtschaftskammer legen diese Kriterien besonders bei Doppelkabinen-Pick-ups sehr streng aus, wodurch zahlreiche Modelle mit gängigen Komfortfunktionen weiterhin von der Steuerbefreiung ausgeschlossen bleiben.
Vorteile für Unternehmen
Die Bundesregierung sieht in der Maßnahme mehr als nur finanzielle Vorteile. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) unterstreicht, dass durch die NoVA-Befreiung für Pick-ups die Arbeitsbedingungen zahlreicher Beschäftigter verbessert werden – insbesondere durch den Einsatz geeigneterer Fahrzeuge auf Baustellen sowie in Handwerks- und Logistikunternehmen. Der Wirtschaftsbund hebt hervor, dass vor allem Betriebe aus dem Handwerks-, Bau- und Logistiksektor von dieser Änderung profitieren, da sie auf widerstandsfähige Nutzfahrzeuge angewiesen sind.
Die finanziellen Einsparungen belaufen sich durchschnittlich auf 10.000 bis 20.000 Euro je Unternehmen.