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Parkplatzoffensive

Parkplatznot in Wien: ÖVP will Nachtparken bei Supermärkten erlauben

Parkplatznot in Wien: ÖVP will Nachtparken bei Supermärkten erlauben
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Während tausende Wiener allabendlich verzweifelt nach einem Parkplatz suchen, bleiben gleichzeitig etwa 15.000 Stellflächen vor Supermärkten ungenutzt. Diese brachliegenden Ressourcen könnten nach Ansicht der Wiener ÖVP unmittelbar zur Entschärfung der angespannten Parksituation beitragen.

Das Konzept ist keineswegs neu – in Innsbruck funktioniert bereits ein System, bei dem Anwohner außerhalb der Geschäftszeiten Supermarktparkplätze digital reservieren können. Der Vorteil liegt auf der Hand: Es müssten keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden, stattdessen würde vorhandene Infrastruktur effizienter genutzt.

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ÖVP fordert Pilotprojekte

Die Verkehrssprecherin der Wiener Volkspartei, Elisabeth Olischar, drängt auf schnelles Handeln: „SPÖ und Neos dürfen nicht weiter zusehen, wie wertvoller Platz ungenutzt bleibt, während Anwohner verzweifelt nach Parkmöglichkeiten suchen“, erklärt sie. Konkret fordert sie die umgehende Einrichtung von Pilotprojekten in Kooperation mit Handelsunternehmen, klare Rahmenbedingungen sowie eine unkomplizierte digitale Lösung für Buchung und Bezahlung. Auch städtische Liegenschaften wie Dienstgebäude sollten in das Konzept integriert werden.

Die intelligente Mehrfachnutzung existierender Parkflächen würde laut Olischar nicht nur die Parkplatzsuche vereinfachen, sondern zugleich Verkehrsaufkommen und Emissionen reduzieren. „Neben einer Stärkung des öffentlichen Verkehrs brauchen wir auch Parklösungen, die einfach, praktikabel und schnell umsetzbar sind und dabei Flächen bestmöglich genutzt werden“, betont die ÖVP-Politikerin.

Der Vorschlag zielt auf eine sofortige Verbesserung der Situation ab.

Kritische Parkplatznot

In Bezirken wie Wien-Alsergrund, Wien-Margareten oder Wien-Josefstadt hat die Parkplatznot mittlerweile kritische Ausmaße erreicht. Besonders in den Abendstunden verschärft sich das Problem, wenn Bewohner erfolglos durch die Straßen kreisen, ohne einen freien Stellplatz zu finden. Die zahlreichen Baustellen während der Sommermonate verschlimmern die Situation zusätzlich und treiben viele Autofahrer an die Grenzen ihrer Geduld.

Aktuelle Erhebungen verdeutlichen das Ausmaß des Problems: Wiener Autofahrer verbringen durchschnittlich 22 Minuten pro Woche mit der Parkplatzsuche. Dabei sind 34 Prozent der Autobesitzer weiterhin auf das Finden eines Straßenparkplatzes angewiesen. Besonders dramatisch ist die Lage in der Josefstadt, wo allein in den vergangenen vier Jahren 170 Parkplätze durch Straßenumgestaltungen, Baumpflanzungen und Grätzeloasen wegfielen.

Eine aktuelle Trendstudie zeigt zudem, dass 40 Prozent der Wiener Autofahrer eine deutliche Verschärfung der Parkplatzsituation wahrnehmen, während 60 Prozent die Reduktion von Parkplätzen als Hauptproblem identifizieren. Die Stadt verweist darauf, dass durch die Parkpickerl-Ausweitung freiwerdende Flächen für Begrünung und Radwege genutzt werden, doch der Bedarf nach Stellflächen bleibt weiterhin hoch.

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KO KOSMO-Redaktion
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