Ein Pensionist steht vor Gericht, weil er einen Nachbarsjungen missbraucht haben soll. Die Taten liegen acht Jahre zurück, das Opfer war damals erst sieben.
Ein 59-jähriger Pensionist muss sich heute vor einem Linzer Schöffengericht verantworten. Dem Mann wird vorgeworfen, im Jahr 2016 einen damals siebenjährigen Buben aus seiner Nachbarschaft mehrfach sexuell missbraucht zu haben.
Die Staatsanwaltschaft legt dem Beschuldigten zur Last, sich im Spätsommer und Herbst 2016 im Bezirk Rohrbach-Berg wiederholt an dem Kind vergangen zu haben. Dabei soll er auch körperliche Gewalt eingesetzt haben. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauch eines Unmündigen.
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Der Angeklagte ist bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Aufgrund einer leichten Intelligenzminderung steht er unter Erwachsenenvertretung. Zudem liegt bei ihm eine Alkoholabhängigkeit vor.
Opferschutz gewährleistet
Bei dem Opfer handelt es sich um einen ehemaligen Wohnungsnachbarn des Beschuldigten. Der Bub soll mehrmals gewaltsam in die Wohnung des 59-Jährigen gezerrt worden sein. Der mittlerweile 16-Jährige wird nicht persönlich bei der Verhandlung erscheinen. Seine Aussage wurde bereits vorab unter geschützten Bedingungen per Videoaufzeichnung dokumentiert.
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Sollte das Gericht den Pensionisten für schuldig befinden, droht ihm eine Freiheitsstrafe zwischen einem und zehn Jahren.