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Missbrauchsfall

Perfider Missbrauchs-Plan: Frau betäubt, vergewaltigt und alles dokumentiert

Perfider Missbrauchs-Plan: Frau betäubt, vergewaltigt und alles dokumentiert
Symbolbild (FOTO: iStockphoto)
3 Min. Lesezeit |

Ein 42-jähriger Niederösterreicher muss sich vor dem Landesgericht Korneuburg verantworten, nachdem die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben hat. Der Vorwurf wiegt schwer: Er soll im Jahr 2014 seine damalige Lebensgefährtin heimlich mit Schlafmitteln außer Gefecht gesetzt und anschließend vergewaltigt haben. Im Ermittlungsverfahren zeigte sich der Beschuldigte weitgehend geständig. Besonders belastend wirkt das von ihm selbst angefertigte Bildmaterial, das bei einer gerichtlich genehmigten Hausdurchsuchung sichergestellt wurde. Den Ermittlern liegt zudem die jahrelange Kommunikation mit einem mittlerweile verstorbenen Deutschen vor.

Bei einer Verurteilung droht dem bisher unbescholtenen Mann eine Freiheitsstrafe zwischen fünf und 15 Jahren.

Tatablauf und Beweislage

Der Tathergang vom März 2014 stellt sich laut Anklageschrift wie folgt dar: Der Niederösterreicher mischte seiner Partnerin zwei Tabletten Somnubene mit dem Wirkstoff Flunitrazepam in ein Glas Cola. Nachdem die Frau das Getränk konsumiert hatte und in einen dämmrigen Zustand verfiel, missbrauchte er sie mehrfach und dokumentierte die Taten fotografisch.

Bereits am Folgetag übermittelte er das Bildmaterial zusammen mit einem detaillierten Bericht an seinen deutschen Kontakt. Die Anklage führt weiter aus, dass er den Deutschen später über eine spezielle Kommunikationsplattform noch ausführlicher über den „fortgesetzten und wiederholten Missbrauch“ informierte.

Der Austausch des Angeklagten erfolgte mit einem Mann aus Niedersachsen, der über einen Zeitraum von 15 Jahren seine eigene Ehefrau regelmäßig unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht hatte. Der Deutsche veröffentlichte zahlreiche Videos seiner Taten auf Pornoportalen im Internet, wo sie seit 2006 millionenfach angesehen wurden.

Seine Ehefrau erfuhr erst 2024 vom jahrelangen Missbrauch. Der Täter kam bei einem Unfall ums Leben, bevor ein bereits ausgestellter Haftbefehl vollstreckt werden konnte. Der damals 60-Jährige entging somit einer strafrechtlichen Verfolgung.

Weitere Tatplanungen

Diese Aufnahmen waren offenbar auch dem 42-jährigen Niederösterreicher bekannt. Laut Anklageschrift nahm er zunächst per E-Mail Kontakt mit dem Deutschen auf, der ihm daraufhin „Erfahrungsberichte und Videos und Fotos der Taten übermittelt“ und zur Nachahmung ermutigt haben soll. In der Anklage heißt es wörtlich: „Der Angeklagte entschloss sich sodann, selbst auch seine Lebensgefährtin zu betäuben und sexuell zu missbrauchen.“

Der Beschuldigte unternahm offenbar mehrere Versuche, seine Partnerin mit Betäubungsmitteln zu sedieren. Die Anklage umfasst auch weitere Vorfälle, bei denen die Frau vorzeitig erwachte oder die verabreichten Substanzen nicht die vom Täter beabsichtigte Wirkung zeigten.

In den Jahren 2020 und 2022 versuchte er daher, über seinen deutschen Kontakt und auf anderen Wegen an GBL, Liquid Ecstasy und ähnliche Substanzen zu gelangen. Noch in diesem Jahr suchte der Niederösterreicher laut Anklageschrift im Internet nach Begriffen wie „GBL“, „GBH Dosierung Körpergewicht“ und „Rotwein Geschmack“.

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Der 42-Jährige sitzt seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Korneuburg.

Die Verhandlung über die rechtskräftige Anklage ist für Anfang September am Landesgericht Korneuburg angesetzt.

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KO KOSMO-Redaktion
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