Kriegsschiffe mit eigenem Namen, Laser- und Hyperschalltechnologie – der US-Präsident plant eine maritime Machtdemonstration mit persönlicher Note.
Der US-Präsident stellte am Montag Pläne für eine neue Flotte von Kriegsschiffen vor, die seinen Namen tragen sollen. Die Schiffe der sogenannten „Trump Class“ werden nach seinen Angaben „länger, schneller, größer“ und mit einer hundertfach höheren Schlagkraft ausgestattet sein als bisherige Modelle – sie sollen damit zu den größten Schlachtschiffeinheiten weltweit avancieren.
Das Programm sieht zunächst den Bau von zwei Schiffen vor, mit einer Option auf Erweiterung auf bis zu 25 Einheiten. Die Ausstattung umfasst nach den Plänen modernste Waffensysteme, darunter Laser- und Hyperschalltechnologie. Trump betonte bei der Vorstellung, dass das Projekt auch die heimische Wirtschaft stärken und den USA international mehr „Respekt“ verschaffen solle. Der Präsident kündigte zudem an, persönlich am Design der Schiffe mitwirken zu wollen, da er über einen „starken Sinn für Ästhetik“ verfüge.
Umstrittene Umbenennungen
Die Ankündigung reiht sich ein in eine Serie von Umbenennungen, die in jüngster Zeit für erhebliche Kontroversen sorgten. So wurde das renommierte John F. Kennedy Center for the Performing Arts in „Trump Kennedy Center“ umbenannt, was heftige Proteste der Kennedy-Familie auslöste. Im Zuge dieser Umbenennung wurden angeblich „linke“ Programminhalte gestrichen und durch „patriotische“ Formate ersetzt.
Ähnlich verfuhr der Präsident mit dem ehemals als US Institute of Peace bekannten Institut, das nun den Namen Donald J. Trump Institute of Peace trägt. Die Institution wurde per präsidialem Dekret neu strukturiert, wobei nahezu die gesamte Belegschaft ihre Stellen verlor.
Wachsender Personenkult
Die Bemühungen des Präsidenten, seinen Namen in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens zu verankern, sind Teil eines umfassenderen Personenkults. Dies manifestiert sich auch in wirtschaftspolitischen Initiativen wie der Plattform TrumpRx, die amerikanischen Bürgern günstigere Medikamente verspricht, oder den „Trump Accounts“, die jedem Kind eine Einlage von 1.000 US-Dollar gewähren.
Besonders bemerkenswert ist die „Trump Gold Card“, die gegen eine Zahlung von einer Million Dollar einen beschleunigten Zugang zur US-Staatsbürgerschaft in Aussicht stellt.
Wie CNN berichtet, könnte Trumps Initiative zur Modernisierung der Marinestreitkräfte zwar grundsätzlich nachvollziehbar sein, dürfte jedoch eine intensive Debatte auslösen. Kritiker merken an, dass große Kriegsschiffe im Zeitalter moderner Drohnentechnologie möglicherweise nicht mehr zeitgemäß seien.
Offen bleibt die Frage, ob die Schiffe tatsächlich realisiert werden oder – ähnlich wie andere Trump-Projekte – wirtschaftlich scheitern könnten. Deutlich wird jedoch, dass die Initiative stark von einem Personenkult um den Präsidenten geprägt ist, was auch durch Äußerungen seiner politischen Verbündeten unterstrichen wird.
Das Bestreben von US-Präsidenten, ihren Namen durch Benennungen für die Nachwelt zu erhalten, ist zwar nicht ungewöhnlich, findet sich jedoch typischerweise eher in weniger demokratisch verfassten Staaten.
Wie die Erfahrung zeigt, können solche Namensgebungen bei politischen Machtwechseln rasch wieder rückgängig gemacht werden – eine Praxis, die Trump selbst bereits demonstriert hat.