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STUDIE

Privater Waffenbesitz: Balkanländer an der Spitze Europas

Privater Waffenbesitz: Balkanländer an der Spitze Europas
(FOTO: iStockphoto, zVg.)
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Laut „World population review“ gehört gleich zwei Balkanländer zu jenen Staaten mit den meisten Feuerwaffen pro 100 Einwohner.

Die europäische Liste führen Serbien und Montenegro an, wo knapp ein Drittel der Bevölkerung im Privatbereich eine Waffe verfügt – genauer gesagt 39,1 pro 100 Einwohner. Bosnien liegt übrigens auf dem 12. Rang (31,2), knapp vor Österreich wo 30 von 100 Einwohner über eine Waffe verfügen. Viel weniger sind es Kroatien, wo sich die Feuerwaffen-Rate auf 13,7 beläuft. Im Balkan-Durchschnitt ist jeder Dritte bewaffnet.

Man muss jedoch betonen, dass es sich die Zahlen aus dem WPR nur legal registrierte Feuerwaffen beinhalten. Der illegale Waffenbesitz kann schlichtweg nicht erfasst werden.

„Kriminologische Untersuchungen zeigen, dass die Dunkelziffer bei illegalem Waffen- und Sprengstoffbesitz recht hoch ist. Weltweit gesehen kommen auf zwei registrierten Waffen eine nicht deklarierte. Das gibt sicherlich Anlass zur Sorge. Außerdem handelt es sich hierbei um optimistische Prognosen, da das Verhältnis von gemeldeten und illegalen Waffen in einigen Ländern nicht selten auch 1:1 beträgt“, erklärte Velimir Rakočević, Kriminologe und Professor an der Juristischen Fakultät von Podgorica.

„Waffen sind Tradition am Balkan“
Laut dem Experten ist der Waffenhandel, vor allem der illegale, ein sehr lukratives Business. Außerdem sei Waffenbesitz eine Tradition in Montenegro, bzw. am Balkan, was die die durchschnittliche Anzahl an Feuerwaffen pro Einwohner ebenfalls in die Höhe treiben.

„Wir sind alle mehr oder weniger mit dieser Tradition aufgewachsen. Ich erinnere mich, dass es undenkbar war, dass eine Familie keine Waffe hatte“, sagt Rakočević.

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KO KOSMO-Redaktion
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