Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Sintflut

Prophet“ sammelte Geld für Arche – und kauft sich damit ein Auto (VIDEOS)

Prophet“ sammelte Geld für Arche – und kauft sich damit ein Auto (VIDEOS)
FOTO: Screenshot
3 Min. Lesezeit |

Ein Prophet, eine Arche und der ausbleibende Weltuntergang: In Ghana entlarvten Regentropfen einen millionenschweren Betrug, der mit göttlichen Visionen begann.

In Ghana hat ein selbsternannter Prophet namens Ebo Noah zahlreiche Menschen um ihre Ersparnisse gebracht. Der Mann verkündete den bevorstehenden Weltuntergang und sammelte Geld für den Bau einer Arche, die angeblich Rettung bieten sollte.

Nach seinen Prophezeiungen sollte die Welt am 25. Dezember durch eine dreijährige Flut vernichtet werden – eine göttliche Offenbarung, wie er behauptete. Mit diesem Narrativ warb er unermüdlich um finanzielle Unterstützung und errichtete tatsächlich ein entsprechendes Bauwerk.

Die Situation schien sich zunächst zu bestätigen, als am 24. Dezember ungewöhnlich starke Regenfälle über Teile Ghanas niedergingen. Tausende verängstigte Menschen suchten daraufhin Zuflucht bei der Arche. Doch die Niederschläge ließen nach und die angekündigte Katastrophe blieb aus.

Ausbleibende Sintflut

Laut dem lokalen Nachrichtenportal „Ghana Web“ verschwand der Prophet, der auf TikTok 1,3 Millionen Follower verzeichnet, nach dem Ausbleiben der Sintflut zunächst. In einer Botschaft an seine Anhänger erklärte er später, seine Gebete hätten bewirkt, dass Gott den Weltuntergang verschoben habe. Als Begründung führte er an, die Arche sei für die Vielzahl der zu rettenden Menschen zu klein gewesen. Gleichzeitig forderte er weitere Spenden und versprach eine lohnende Investition.

Den Berichten zufolge nutzte der Mann die gesammelten Gelder unter anderem für den Erwerb eines Mercedes im Wert von 100.000 US-Dollar.

Festnahme

Wie „News Ghana“ berichtet, tauchte Ebo Noah nach seinem kurzzeitigen Verschwinden noch am selben Abend auf einem Rap-Festival auf. Besonders sein extravaganter und theatralischer Auftritt sorgte für Verwirrung unter seinen Anhängern. Viele zeigten sich enttäuscht und fragten sich, warum jemand, der kurz zuvor vor dem Weltende gewarnt hatte, nur Stunden nach dem Ausbleiben seiner Prophezeiung an einer Großveranstaltung teilnahm.

⇢ Drogen-Paar trickst Pfandautomaten aus – Polizei schnappt zu

Kurz darauf erfolgte die Festnahme des Betrügers. Als Reaktion darauf stürmten aufgebrachte Anhänger die Arche und setzten sie in Brand.

Die genaue Summe, die Ebo Noah durch seinen Betrug einnahm, ist nicht bekannt.

Mehrere tausend Menschen sollen jedoch ihre gesamten Ersparnisse verloren haben.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen