Das serbische Parlament senkt die Studiengebühren drastisch nach monatelangen Studentenprotesten. Die politischen Spannungen in Serbien nehmen weiter zu.
In einer bedeutenden politischen Entwicklung hat das serbische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das die Studiengebühren um bis zu 50 Prozent reduziert. Diese Entscheidung ist das Ergebnis intensiver Proteste von Studierenden, die über Monate hinweg eine Senkung der Gebühren gefordert hatten.
Die Proteste, die seit Monaten das politische Klima in Serbien prägen, wurden ursprünglich durch den Einsturz eines Bahnhofsvordachs am renovierten Hauptbahnhof von Novi Sad im November ausgelöst. Bei dem Unglück starben 15 Menschen. Diese Tragödie führte zu regierungskritischen Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern, die die serbische Regierung unter erheblichen Druck setzten.
Politische Spannungen
Die politischen Spannungen eskalierten weiter, als die Opposition im Parlament Leuchtfackeln und Rauchbomben einsetzte, um ihre Unterstützung für die Proteste zu zeigen. Zwei Tage später folgte die Verabschiedung des Gesetzes zur Senkung der Studiengebühren.
Der Rücktritt von Ministerpräsident Milos Vucevic Ende Januar markierte einen weiteren Wendepunkt in der angespannten politischen Lage. Präsident Aleksandar Vucic reagierte auf die Unruhen mit einem Wechselspiel aus Dialogaufrufen und dem Vorwurf ausländischer Einmischung.
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Die Organisatoren der Proteste planen bereits eine weitere Demonstration am 15. März in der serbischen Hauptstadt Belgrad.