Rama: „Serbien erkennt Kosovo an und das Problem ist gelöst“

KOSOVO-FRAGE

Rama: „Serbien erkennt Kosovo an und das Problem ist gelöst“

1425
Edi Rama - Premier Albaniens
(FOTO: zVg.)

Gleichzeitig gibt der albanische Premier jedoch zu, dass dies, von der Position des serbischen Präsidenten aus gesehen, leichter gesagt als getan ist.

Die Lösung der Kosovo-Frage sei laut Edi Rama einfach, die vollständige Anerkennung der Republik Kosovo vonseiten Serbiens. Dies sei jedoch, wenn man sich in die Lage von Aleksandar Vučić versetzen würde, nicht so leicht.

LESEN SIE AUCH: „Serbien und die Republika Srpska sind wie Ost- und Westdeutschland“

So der Präsident der Republika Srpska, Milorad Dodik, welcher hinzufügte, dass seine Entität und Serbien das Recht hätten, allein über ihren Status zu entscheiden.

„Ich respektiere die Initiative von Aleksandar Vučić, dass er einen internen Dialog über das Kosovo führen möchte und sich so direkt und unkonventionell mit der Vergangenheit aufeinandersetzt, sehr“, so der albanische Premier.

Derzeit würden alle Beteiligten mit größter Anstrengung daran arbeiten, eine Lösung zu finden. „Wir müssen uns jedoch bewusst sein, dass die Findung einer Lösung im Interesse aller sein muss, nicht nur Albaniens“, so Rama weiter.

Den Vorschlag für eine Teilung des Kosovo, welchen kürzlich der serbischen Außenministers Ivica Dačić äußerte, bezeichnete der albanische Premier als „nicht hilfreich“, da man in diesem Bereich keine Lösung für das Problem finden würde.

„Dieser Vorschlag spricht von theoretischen Möglichkeiten, welche viel zu weit von der Praxis entfernt sind, auch wenn vielleicht die besten Absichten dahinterstecken“, kommentierte er.

LESEN SIE AUCH:

Die derzeitigen Verhandlungen verlaufen seiner Meinung nach bestmöglich und könnten dazu führen, dass das Kosovo-Frage bald gelöst sein wird.

Sein kürzlich gegebenes Kommentar über die Vereinigung von Albanien und Kosovo bezeichnete Rama nur noch als „triviale Lösung“, welche man nicht als Drohung oder Bestreben sehen sollte.

Es wird sich bald weisen, inwieweit der sogenannte „interne Dialog“, initiiert von Aleksandar Vučić Früchte tragen wird.