Ein brisantes Auswärtsspiel in Hartberg endet für Rapid Wien mit einer bitteren Niederlage und einem Fan-Skandal, der die Liga erschüttert.
Ein turbulenter Sonntag brachte Rapid Wien nicht nur sportlich in die Bredouille, sondern auch in eine prekäre Lage abseits des Platzes. In einem hart umkämpften Spiel in Hartberg musste sich die Mannschaft mit 1:2 geschlagen geben, was ihre Chancen auf einen Platz in den Top 6 und damit die Teilnahme am Meister-Playoff ernsthaft gefährdet. Doch es war das unerwartete Verhalten einiger Fans, das den Tag in die Schlagzeilen hob. Bereits vor dem Anpfiff der Partie sorgten Ausschreitungen für Aufsehen: Die Fans attackierten die Polizei mit Bengalen, Klo-Brillen und einer Tür, was in einem Skandal mündete.
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Einlasskontrolle eskaliert
Die Situation eskalierte infolge von Einlasskontrollen und einer Festnahme, was die Polizei dazu veranlasste, den Rapid-Auswärtssektor zu stürmen und Tränengas einzusetzen. Dies führte dazu, dass etwa 900 mitgereiste Rapid-Fans in Richtung Spielfeld flohen, was den Anpfiff um 45 Minuten verzögerte. In dieser brenzligen Lage gelang es Hartbergs Präsidentin Brigitte Annerl, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und die Wogen zu glätten.
Hofmanns Deeskalationsversuch
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Auch Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann versuchte, deeskalierend einzugreifen. Er betonte in einem Sky-Interview, dass es keinen Sinn mache, Schuldzuweisungen vorzunehmen, und hob hervor, dass beide Seiten hätten anders reagieren können. Im Gespräch mit dem ORF stellte Hofmann klar, dass solche Vorfälle in Europa keine Seltenheit sind, und betonte, der Verein tue alles, um ähnliche Szenen zu vermeiden, und stehe in stetigem Austausch mit den Fans. Sein Appell: „Solche Szenen wollen wir nicht sehen. Wir müssen verhindern, dass so etwas passiert. Wir tun alles, was nötig ist.“
Finanzielle Konsequenzen
Finanziell steht Rapid ebenfalls unter Druck: Bereits zwei Millionen Euro hat der Verein in den vergangenen Jahren für Pyro-Vergehen bezahlt, und nun drohen weitere Strafen von bis zu 150.000 Euro. Doch die finanzielle Belastung ist nur eine der möglichen Konsequenzen. Nach den Ausschreitungen beim Derby im September 2024 steht der Verein unter Beobachtung, und eine Blocksperre könnte den „Block West“ für drei Spiele außer Gefecht setzen – ein schwerer Schlag, vor allem bei Begegnungen gegen große Rivalen wie Sturm, Austria oder Salzburg.
Sektorsperre für Spitzenspiele
Diese Sektorsperre ist gezielt für Spitzenspiele eingeplant. Sollte Rapid das Meister-Playoff verpassen, würde sich die Strafe auf die folgende Saison verschieben. Die Ermittlungen zu einer möglichen Sanktion sind in vollem Gange. Ein Sprecher der Bundesliga teilte auf Anfrage der APA mit, dass ein Verfahren gegen Rapid bevorsteht, doch ein Urteil wird erst nach dem bevorstehenden Heimspiel gegen den GAK erwartet.