Fast zwei Jahrzehnte floss das Geld auf sein Konto, obwohl die Empfängerin längst verstorben war. Ein dreister Betrugsfall in Salzburg.
Der Kampf gegen Sozialbetrug in Österreich nimmt zu. Die Aufklärungsquote liegt bei nahezu 100 Prozent, wie das Bundeskriminalamt und die Task Force Sozialleistungsbetrug berichten. Die höchste Anzahl an Betrugsfällen wurde in Wien registriert, gefolgt von der Steiermark und Niederösterreich.
Ein besonders dreister Fall wurde nun in Salzburg aufgedeckt. Wie die Zeitung „Heute“ berichtet, bezog ein Mann mit bosnisch-herzegowinischer Staatsbürgerschaft über fast 18 Jahre lang unrechtmäßig eine Witwenpension. Die eigentliche Empfängerin war bereits 2007 verstorben, doch ihre Angehörigen meldeten den Todesfall nicht an das Arbeitsmarktservice.
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Hoher Schaden
Stattdessen kassierte der Verwandte die Zahlungen bis Ende 2024 weiter.
Der entstandene Schaden beläuft sich auf exakt 186.273,85 Euro.
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Österreichweiter Trend
Der Fall reiht sich in eine bedenkliche Entwicklung ein: 2024 wurden österreichweit 4.865 Verdachtsfälle von Sozialleistungsbetrug aufgedeckt, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (4.457 Fälle) bedeutet. Die Behörden gehen davon aus, dass die tatsächliche Dunkelziffer noch höher liegt.