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Wien-Brigittenau

Schießerei in Wiener Park: Kugeln verfehlen zwei Opfer nur knapp

Schießerei in Wiener Park: Kugeln verfehlen zwei Opfer nur knapp
Symbolbild FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Zwei Männern wird versuchter Mord im Anton-Kummerer-Park in Wien-Brigittenau vorgeworfen. Der Hauptangeklagte, ein 31-Jähriger, soll am 5. Juli 2024 mehrfach mit einer Pistole auf fünf syrische Kontrahenten geschossen haben. Die Projektile verfehlten die Zielpersonen nur knapp.

Zwei Männer erlitten dennoch Verletzungen durch abprallende Geschosse – einer eine vier Zentimeter lange Splitterverletzung an der Brustbeinspitze, der andere eine Rissquetschwunde am rechten Oberschenkel.

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Die beiden Beschuldigten im Alter von 29 und 31 Jahren müssen sich nun wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an der Schießerei im Brigittenauer Park verantworten. Das Gericht hat für das Verfahren zwei Verhandlungstage angesetzt, wobei die Urteilsverkündung für den 7. Mai geplant ist.

Rolle des Mitangeklagten

Der jüngere Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft den Haupttäter nicht nur begleitet, sondern sich am Tatort ebenfalls bewaffnet und die Syrer angegriffen haben. Die Anklage wirft ihm vor, den Schützen bei dessen Handlungen zumindest psychisch unterstützt zu haben.

Die Verteidiger Florian Kreiner und Alexander Philipp erklärten, dass ihre Mandanten den vorgeworfenen Tötungsvorsatz abstreiten. Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

Hintergrund des Konflikts

Bei der Tat handelt es sich offenbar um einen Konflikt zwischen rivalisierenden Gruppen. Die beiden Angeklagten tschetschenischer Herkunft sollen nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft in einer Auseinandersetzung mit der syrischen Gruppe gestanden haben. Dem Vorfall im Anton-Kummerer-Park gingen mehrere gewaltsame Konfrontationen voraus, darunter ein Zwischenfall im Juni 2024 in Wien-Favoriten, bei dem ein Tschetschene angeblich von Syrern lebensgefährlich verletzt wurde.

Dem Hauptangeklagten werden mindestens sechs Schüsse in Tötungsabsicht zur Last gelegt. Im Laufe der Ermittlungen konnten Waffen, Schmauchspuren und weitere belastende Beweise sichergestellt werden. Bei Verurteilung drohen den Beschuldigten bis zu 20 Jahre oder sogar lebenslange Haftstrafen.

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