Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Untersuchung

Schmutzige Deals? Chelsea droht Hammer-Strafe nach 74 Verstößen

Schmutzige Deals? Chelsea droht Hammer-Strafe nach 74 Verstößen
(FOTO: EPA/DAVID CLIFF)
2 Min. Lesezeit |

Schwere Vorwürfe erschüttern den FC Chelsea: 74 mutmaßliche Regelverstöße aus der Abramovic-Ära stehen im Raum. Die aktuelle Clubführung beteuert ihre Kooperationsbereitschaft.

Der englische Fußballverband FA hat schwere Vorwürfe gegen den FC Chelsea erhoben. Wie die FA auf ihrer offiziellen Website bekannt gab, werden dem Londoner Verein insgesamt 74 Verstöße gegen Verbandsregeln zur Last gelegt. Die mutmaßlichen Vergehen fallen in die Ära des früheren Clubeigentümers Roman Abramovic, der den Premier-League-Verein am 30. Mai 2022 an das BlueCo-Konsortium unter Führung der US-Investoren Todd Boehly und Behdad Eghbali veräußert hatte.

Die Anschuldigungen beziehen sich vorwiegend auf die Spielzeiten 2010/11 sowie 2015/16 und betreffen laut Verband hauptsächlich Verstöße gegen die Agentenregeln, Vorschriften zur Zusammenarbeit mit Vermittlern sowie Bestimmungen zu Drittpartei-Investitionen in Spieler. Konkretere Informationen zu den einzelnen Anklagepunkten machte die FA zunächst nicht öffentlich. Die Blues haben nun bis zum 19. September 2025 Zeit, zu den Vorwürfen Position zu beziehen.

Selbstanzeige nach Übernahme

Bemerkenswert ist der Umstand, dass die aktuelle Chelsea-Führung die potenziellen Regelverstöße nach der Übernahme im Rahmen einer Due-Diligence-Prüfung selbst entdeckt und unmittelbar an die FA sowie weitere Aufsichtsbehörden gemeldet hatte. In einer auf der Vereinswebsite veröffentlichten Erklärung betonte der Club, dass er die FA und zuständige Aufsichtsbehörden proaktiv auf die möglichen Regelverstöße aus der Vor-Boehly-Ära aufmerksam gemacht habe.

„Der Club hat während dieses Prozesses eine beispiellose Transparenz gezeigt“, hieß es in dem Statement. Chelsea hebe die vollständige Offenlegung historischer Daten gegenüber den Ermittlungsbehörden hervor.

„Wir werden weiterhin eng mit der FA zusammenarbeiten, um diese Angelegenheit so schnell wie möglich abzuschließen.“

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen