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Verkehrskollaps

Schnee-Horror auf A2: Autofahrer 16 Stunden im eisigen Blechgefängnis

Schnee-Horror auf A2: Autofahrer 16 Stunden im eisigen Blechgefängnis
(envato: autobahn Schnee)
3 Min. Lesezeit |

Eisige Nacht im Blechgefängnis: Auf der A2 bei Bielefeld saßen Autofahrer bis zu 16 Stunden fest, während sich der Schneechaos-Stau auf über 70 Kilometer ausdehnte.

Starke Schneefälle haben in der Nacht zum Dienstag für massive Verkehrsbehinderungen auf deutschen Autobahnen gesorgt. Besonders dramatisch gestaltete sich die Situation auf der A2 bei Bielefeld, wo Autofahrer bis zu 16 Stunden bei eisigen Temperaturen in ihren Fahrzeugen ausharren mussten. Der Stau erstreckte sich über 37 Kilometer bis nach Niedersachsen, in beiden Fahrtrichtungen summierte sich die Staulänge auf mehr als 70 Kilometer.

„Die Gesamtlage ist schwierig, wir sind am Rotieren“, erklärte ein Polizeisprecher aus Bielefeld am frühen Dienstagmorgen. Nach der Sperrung der Autobahn in beide Richtungen – ausgelöst durch im Schnee steckengebliebene Lastwagen bereits am Montagmittag – prognostizierte eine Sprecherin der Verkehrsleitstelle: „Es wird aber noch sehr lange dauern, bis sich das Knäuel aufgelöst hat.“ Trotz eingerichteter Umleitungen hatte sich der Rückstau am Morgen kaum verringert.

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Weitere Verkehrsbehinderungen

Die chaotischen Verkehrsverhältnisse beschränkten sich nicht nur auf die A2. Auf der A10 nahe Spreeau in Brandenburg blockierten zwei quer stehende Lastwagen den Verkehrsfluss, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Auf der osthessischen A4 löste sich ein Stau zwar allmählich auf, jedoch hatten die betroffenen Verkehrsteilnehmer zuvor rund 15 Stunden in ihren Fahrzeugen verbringen müssen.

Die Wiederaufnahme des Verkehrs verzögerte sich zusätzlich, da Einsatzkräfte schlafende Lkw-Fahrer wecken mussten, die während der Wartezeit Ruhepausen eingelegt hatten. In Mecklenburg-Vorpommern führte der intensive Schneefall zu etwa 20 Verkehrsunfällen. Bei den meisten Kollisionen blieb es bei Sachschäden an den Fahrzeugen, lediglich eine Frau erlitt Verletzungen.

In Bayern sorgte ein ins Rutschen geratener Sattelzug für stundenlange Behinderungen auf der A72. Nach Polizeiangaben verlor der Fahrer am Autobahndreieck Bayerisches Vogtland beim Abbiegen von der A9 auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug.

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Bahnverkehr eingeschränkt

Auch der Schienenverkehr blieb von den Wintereinbrüchen nicht verschont. Am Dienstagmorgen kam es bei der Deutschen Bahn zu zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen. Obwohl Einsatzkräfte mit Hochdruck daran arbeiteten, vor allem die Hauptstrecken von Schnee und Eis zu befreien, erschwerten anhaltende Schneefälle, Verwehungen und Frost die Räumungsarbeiten erheblich, wie das Bahnunternehmen mitteilte.

Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer appellierte an die Bevölkerung in Nord- und Mitteldeutschland, Reisen mindestens bis Mittwoch zu vermeiden.

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KO KOSMO-Redaktion
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