Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Kaltfront

Schnee im Mai: Der Winter kehrt nach Österreich zurück

Schnee im Mai: Der Winter kehrt nach Österreich zurück
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Während Österreichs Osten einen ungewöhnlich kühlen Mai erlebt, steht ab Donnerstag ein markanter Kaltluftvorstoß bevor – mit Schauern, Gewittern und stürmischen Böen.

Der Mai 2025 zeigt sich in der Nordosthälfte Österreichs bislang etwas kühler als das Klimamittel der Jahre 1991-2020. Mit dem für Donnerstag prognostizierten Kaltluftvorstoß könnte der gesamte Monat als leicht unterdurchschnittlich in die Statistik eingehen. Im Osten des Landes wäre dies bereits der vierte Mai innerhalb der letzten sieben Jahre mit unterdurchschnittlichen Temperaturen. Allerdings relativiert sich diese Einordnung im historischen Kontext: Verglichen mit dem älteren Klimamittel von 1961-1990 würden die aktuellen Temperaturen laut Daten der Unwetterzentrale als durchaus normal oder sogar leicht überdurchschnittlich gelten.

Derzeit konzentriert sich die Tiefdruckaktivität auf Südwesteuropa. Bis zur Wochenmitte bleibt es in Österreich überwiegend freundlich, abgesehen von vereinzelten Schauern und Gewittern am Alpenhauptkamm und im Süden. Besonders in den nördlichen und östlichen Landesteilen dominiert sonniges Wetter. Die Meteorologen der Österreichischen Unwetterzentrale kommentieren die Situation humorvoll: Unter dem Einfluss des Hochs Simon könne man einige ruhigere Tage genießen.

Diese Wetterberuhigung steht in deutlichem Kontrast zum außergewöhnlich warmen Monatsanfang, als Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad viele Österreicherinnen und Österreicher in Parks und auf Berge lockten. Für Dienstag erwarten Meteorologen überwiegend Sonnenschein mit nur vereinzelten Schauern entlang des Alpenhauptkamms bei Höchstwerten zwischen 14 und 19 Grad, gefolgt von einem sonnigen Mittwoch mit angenehmen 17 bis 22 Grad, bevor am Donnerstag die angekündigte Kaltfront eintrifft.

⇢ Hagel & Blitze im Anmarsch: HIER gibt es heftige Gewitter

Markante Kaltfront

Doch bereits jetzt zeichnet sich eine markante Kaltluftströmung ab, die auf Österreich zusteuert. Die Temperaturen liegen schon jetzt unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt. Im Mühl- und Waldviertel tritt bereits Morgenfrost auf. Ab Donnerstag verschärft sich die Situation durch eine Kaltfront aus Nordosteuropa deutlich.

Nach Angaben der Unwetterzentrale bringt diese vor allem im Norden und Osten Niederschläge in Form von Schauern sowie lokale Gewitter, die von stürmischen Böen und kleinem Hagel begleitet werden können. Der Wind aus nördlichen bis nordwestlichen Richtungen frischt merklich auf, während sich in den Südalpen gegen Abend Nordföhn bemerkbar macht. In exponierten Lagen der östlichen Landeshälfte können die Windböen Geschwindigkeiten von 60 bis 70 km/h erreichen.

⇢ Warnstufe Rot: Monster-Gewitter rollt auf Österreich zu

Wochenendaussichten

Die Wetterberuhigung setzt ab Freitag nur zögerlich ein. Nach aktuellen Prognosen bleibt ein Höhentief zwischen Osteuropa und dem Alpenraum wetterbestimmend. Für Österreich bedeutet dies kühle und leicht unbeständige Verhältnisse bis ins Wochenende hinein. In mittleren Höhenlagen um 1500 Meter ist besonders am Freitag zeitweise mit leichtem Schneefall zu rechnen.

Trotz der wechselhaften Wetterlage haben die Meteorologen eine positive Nachricht: Solange sich kühlere und vergleichsweise trockene Luftmassen über Österreich befinden, fehlt die nötige Energie für heftigere Gewitter.

Die Gefahr von Unwettern bleibt daher gering.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen