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Eklat

Serbischer Club feuert Handball-Star wegen Thompson-Konzertbesuch

Serbischer Club feuert Handball-Star wegen Thompson-Konzertbesuch
FOTO: EPA/ANTONIO BAT
2 Min. Lesezeit |

Ein Konzertbesuch kostet einen Handballprofi seine Karriere in Serbien. Der kroatische Torwart Filip Ivic verliert seinen frisch unterschriebenen Vertrag.

Der Handballclub Vojvodina hat den Vertrag mit dem kroatischen Torhüter Filip Ivic mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Grund für die Trennung ist dessen Besuch eines Konzerts des umstrittenen Musikers Marko Perkovic Thompson, wie der Verein in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab.

Vereinspräsident Dusan Bajatovic fand in seiner Stellungnahme deutliche Worte: „Mit Entsetzen haben wir erfahren, dass unser Torwart an einer Veranstaltung teilgenommen hat, die weit mehr als ein musikalisches Treffen darstellt.“ Bei diesem Anlass wurden offen Symbole und Ideen verherrlicht, die für das serbische Volk mit schrecklichen Verbrechen verbunden sind.

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Der Verein betonte, dass man keinen Platz für Personen habe, die Veranstaltungen besuchen, welche „das Andenken an tausende unschuldige Opfer beleidigen“.

Kurze Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen dem serbischen Traditionsverein und dem kroatischen Nationaltorhüter war erst vor wenigen Wochen besiegelt worden. Ivic hatte seinen Vertrag in der zweiten Junihälfte unterschrieben. In sozialen Netzwerken teilte der Handballer mehrere Beiträge vom Thompson-Konzert, das auf der Pferderennbahn in Zagreb stattfand und laut Medienberichten rund 500.000 Besucher anzog.

Politische Dimension

Serbische Medien bezeichneten die Veranstaltung aufgrund von Thompsons Verbindungen zu rechtem Gedankengut und Liedern, die das Ustascha-Regime (faschistische Bewegung im Zweiten Weltkrieg) verherrlichen, als höchst problematisch. Auch Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vucic schaltete sich in die Debatte ein und bewertete das Konzert als „Unterstützung neonazistischer und Ustascha-Werte“, wobei er kritisierte, dass „ganz Europa dazu schweigen würde“.

Der Fall Ivic steht beispielhaft für die anhaltende Politisierung des Sports im ehemaligen Jugoslawien. Bei dem Thompson-Konzert wurden laut internationalen Medienberichten Ustascha-Symbole gezeigt und pro-nazistische Parolen skandiert, was die Empörung in Serbien zusätzlich verstärkte.

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KO KOSMO-Redaktion
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