Mit Irokesenschnitt, Kittel und Gehstock fällt er im Gemeindebau auf. Doch jetzt drohen dem selbsternannten Lebenskünstler aus Simmering ernste Konsequenzen.
In einem Gemeindebau in Wien-Simmering sorgt ein ungewöhnlicher Bewohner für Unruhe. Der ehemalige Maler und selbsternannte Lebenskünstler fällt nicht nur durch sein auffälliges Erscheinungsbild auf – langer Kittel, Gehstock und ein markanter Irokesenschnitt prägen seine Erscheinung. Doch es ist vor allem sein Verhalten, das die Nachbarschaft beunruhigt.
Mitte Mai eskalierte die Situation, als der Mann einen Gebäudereiniger von Wiener Wohnen grundlos konfrontierte. Laut Strafantrag soll er den serbischen Mitarbeiter mit den Worten „I reiß dir den Schädel ab“ bedroht haben. Während des Vorfalls warf sich der Exzentriker plötzlich zu Boden und simulierte Bewusstlosigkeit – offenbar um einen Angriff vorzutäuschen. Dies führte zu einem zusätzlichen Verleumdungsverdacht.
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Polizeiliche Vorgeschichte
Zwei als Zeugen geladene Polizeibeamte kennen den Mann bereits aus früheren Einsätzen. Bei einem Vorfall hatte der Bewohner selbst den Notruf gewählt, weil er die Beamten fälschlicherweise für Einbrecher hielt. Der Prozess am Wiener Landesgericht musste jedoch vertagt werden, da der bekennende Erst-Fuchs-Anhänger aus gesundheitlichen Gründen nicht erscheinen konnte. Die Unschuldsvermutung bleibt bestehen.
Drohende Delogierung
Sein Erwachsenenvertreter Raimund Schüller, der den Mann auch in einem Räumungsverfahren vertritt, bestätigte den Einsatz von „verschiedenen Kraftausdrücken“ durch seinen Mandanten. Gleichzeitig betonte er, dass sein Klient selbst unter Mobbing und Übergriffen im Wohnhaus leide und von Nachbarn angefeindet werde.
Dem Mann droht nun die Delogierung aus seiner Wohnung.