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Umweltskandal

Stein in Schlucht geworfen – jetzt drohen 200.000 Euro Strafe

Stein in Schlucht geworfen – jetzt drohen 200.000 Euro Strafe
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Stein, ein Video, eine Welle der Empörung – und nun ermittelt die Guardia Civil. Der Vorfall in Spanien hat Konsequenzen.

Ein junger Tourist hat im Nationalpark Picos de Europa in Spanien für erhebliche Empörung gesorgt, nachdem er einen großen Felsbrocken von einer Klippe in eine Schlucht befördert hatte.

Der Vorfall ereignete sich auf der bekannten Ruta del Cares. Ein Video des Geschehens verbreitete sich rasch im Netz und erzielte mehr als 260.000 Aufrufe, was eine breite Welle der öffentlichen Kritik auslöste.

Ermittlungen & Strafe

Wegen des Verdachts auf Umweltgefährdung ermittelt nun die Guardia Civil (spanische Bundespolizei) gegen den Mann. Die Behörde beziffert den möglichen Strafrahmen auf bis zu 200.000 Euro. Die spanische Ley 42/2007 über das Naturerbe und die Biodiversität sieht für schwere Umweltverstöße Geldbußen von 3.001 bis 200.000 Euro vor. Bei sehr schweren Verstößen können die Strafen sogar bis zu 2.000.000 Euro betragen.

Der Nationalpark Picos de Europa zählt zu den bedeutendsten Schutzgebieten Spaniens und ist geprägt von tiefen Schluchten und steilem Felsgelände. Eingriffe in dieses empfindliche Ökosystem können nicht nur ökologischen Schaden anrichten, sondern auch Wanderer in unmittelbare Gefahr bringen. Die Guardia Civil machte deutlich, dass „wer in einem derart geschützten Gebiet die Umwelt beeinträchtigt, einen sehr schweren Verstoß begehen kann.“

Globales Muster

Der Clip wurde über einen TikTok-Account verbreitet, der regelmäßig vergleichbare Aufnahmen aus aller Welt veröffentlicht. Derartige Aktionen, die auf soziale Medien ausgerichtet sind und spektakulär wirken sollen, stellen in Wirklichkeit eine ernste Bedrohung für Natur und Menschenleben dar.

Ähnliche Vorfälle sind bereits aus Chile, Irland, Island und Taiwan bekannt.

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KO KOSMO-Redaktion
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