Tanken in Österreich wird teurer als im EU-Schnitt, während Skandinavien bei E-Mobilität davonzieht. Die Preisspirale dreht sich besonders schnell.
Die Treibstoffpreise in Österreich haben zuletzt einen deutlichen Anstieg verzeichnet und liegen nun über dem europäischen Durchschnitt. Der ÖAMTC äußerte sich kritisch zu dieser Entwicklung. „Zwar kam es auch in den meisten anderen EU-Ländern zu Preissteigerungen, Österreich gehört jedoch zu jenen Staaten mit besonders deutlichem Plus„, erklärte der Automobilclub am Freitag. Laut den vorliegenden Daten stieg der Preis für Diesel im November im Vergleich zum Vormonat um 6,5 Cent pro Liter, während Super um 2,3 Cent teurer wurde. Im Monatsdurchschnitt kostete Diesel 1,577 Euro je Liter und Super 1,526 Euro.
Elektro-Vorreiter Skandinavien
Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) lenkt hingegen den Blick auf die Entwicklungen in Skandinavien. „Während die EU über ein Verschieben des Verbrenner-Aus bei Neuwagen im Jahr 2035 diskutiert, sind in Norwegen bereits heuer 95 Prozent der neuzugelassenen Pkw Elektroautos, im Bestand gibt es mittlerweile mehr Elektroautos als Diesel-Pkw“, so der VCÖ. In Dänemark, dem führenden EU-Land in dieser Hinsicht, machen Elektroautos bereits 67 Prozent aller Neuzulassungen aus.
Österreichs Position
In Finnland, Schweden, den Niederlanden und Belgien ist jedes dritte neu zugelassene Fahrzeug ein Elektro-Pkw. Österreich rangiert mit einem Anteil von 21 Prozent auf dem achten Platz im EU-Vergleich. Was in der Darstellung des VCÖ allerdings unerwähnt bleibt, ist die Tatsache, dass die Kosten für das Aufladen an öffentlichen Ladesäulen teilweise höher ausfallen als die Ausgaben für konventionellen Kraftstoff.