Mitten auf der Salzburger Bahnstrecke blieb ein vollbesetzter Railjet plötzlich stehen. Für 150 Reisende begann eine ungewöhnliche Rettungsaktion zwischen zwei Zügen.
Ein Railjet auf der Strecke zwischen Schwarzach-St. Veit und Lend-Embach (Salzburg) kam am Mittwochabend aufgrund eines technischen Defekts zum Stillstand. Die ÖBB forderten gegen 17.30 Uhr die Unterstützung der Feuerwehren an, um bei der Evakuierung des Zuges zu helfen. In der betroffenen Garnitur befanden sich etwa 150 Fahrgäste, die auf dem Weg nach Bregenz waren.
Da ein Abschleppen des defekten Zuges nicht unmittelbar möglich war, stellten die ÖBB eine Ersatz-Triebwagengarnitur auf dem benachbarten Gleis bereit. Zwischen beiden Zügen wurde ein Evakuierungssteg eingerichtet, über den die Passagiere mit ihrem Gepäck in den Ersatzzug wechseln konnten. Die Feuerwehren unterstützten bei diesem Umsteigevorgang.
⇢ Waschmaschine wird zur Todesfalle – Ehemann stirbt nach Wohnungsbrand
Reibungslose Evakuierung
Bei der Evakuierungsaktion gab es keine Verletzten. Insgesamt mussten rund 150 Reisende mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren aus St. Veit im Pongau, Schwarzach im Pongau und Lend im Pinzgau den defekten Zug verlassen.
Die letzten Einsatzkräfte verließen den Ort des Geschehens um 19.00 Uhr. Kurz darauf wurde die Bahnstrecke wieder für den Verkehr freigegeben. An dem Einsatz waren drei Feuerwehren mit 88 Mitgliedern und 14 Fahrzeugen beteiligt, außerdem die Abschnittsfeuerwehrkommandanten des Abschnitts 2 Pongau und Abschnitts 4 Pinzgau, der Einsatzleiter der ÖBB, ein Notarzt des Roten Kreuzes sowie die Polizei.
Kurz darauf wurde die Bahnstrecke wieder für den Verkehr freigegeben.