Nach dem tödlichen Messerangriff in Villach steht die Anklage: Ein 23-jähriger Syrer muss sich wegen Terrorismus und Mordes vor Gericht verantworten.
Der Terrorprozess gegen den 23-jährigen Syrer, der für den tödlichen Anschlag in Villach (Kärnten) im Februar 2025 verantwortlich sein soll, kann beginnen. Das Landesgericht Klagenfurt bestätigte am Dienstag die Rechtskraft der Anklage. Der Mann muss sich wegen mehrerer schwerwiegender Delikte verantworten – darunter terroristische Straftaten, Mord, versuchter Mord sowie Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation.
Laut Gericht verübte der Beschuldigte am 15. Februar 2025 seine Tat mit der Absicht, eine erhebliche Störung des öffentlichen Lebens herbeizuführen. Der Angriff ereignete sich im Bereich der Draubrücke in Villach, wo der Mann mit einem kurz zuvor erworbenen Messer wahllos Passanten attackierte. Die Angriffsserie endete erst, als ein syrischer Essenslieferant den Täter mit seinem Fahrzeug stoppte und damit nach Einschätzung der Ermittler weitere Opfer verhinderte.
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Islamistisches Motiv
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte gezielt die Einschüchterung der Zivilbevölkerung beabsichtigte, die nicht den Zielen des sogenannten Islamischen Staates folgt. Bei dem Anschlag, der mit einem Klappmesser mit zehn Zentimeter langer Klinge verübt wurde, kam ein 14-Jähriger ums Leben, fünf weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen.
Hohe Strafandrohung
Dem Angeklagten droht nun eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren oder eine lebenslange Haftstrafe. Das Geschworenengericht wird unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen tagen.
Ein genauer Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest, das Verfahren ist jedoch für das Frühjahr 2026 vorgesehen.